Stand: 05.03.2019 21:15 Uhr

Nord/LB: Landesregierungen einig über Zukunft

Die Minister von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben sich am Dienstag zu einer gemeinsamen Kabinettssitzung getroffen.

Auf einer gemeinsamen Kabinettssitzung haben die Landesregierungen von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Dienstag unter anderem über die Zukunft der angeschlagenen Nord/LB beraten. Als Träger der Landesbank haben sich beide Länder dafür ausgesprochen, auch künftig dafür zu sorgen, dass das Kreditinstitut bestehen bleibt. Ziel sei es, dass sich die Nord/LB viel mehr auf das regionale Geschäft konzentriere, sagte Sachsen-Anhalts Regierungssprecher Matthias Schuppe. Die Bank solle kleiner, schlagkräftiger und nachhaltig rentabel werden. Risikogeschäfte wie etwa Schiffsfinanzierungen sollen künftig unterbleiben. Einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen halten beide Länder für "leider unausweichlich".

Gemeinsame Feier am 9. November geplant

Darüber hinaus beschlossen die beiden Landesregierungen in ihrer Sitzung auf Gut Zichtau in Gardelegen (Altmarkkreis), das Jubiläum der Grenzöffnung am 9. November vor 30 Jahren gemeinsam feiern zu wollen. Die Feierlichkeiten sind demnach auf dem Gelände der Gedenkstätte "Deutsche Teilung Marienborn" geplant. Außerdem ging es darum, die Infrastruktur für die Menschen in den grenznahen Räumen gemeinsam zu verbessern. In beiden Ländern seien diese Regionen besonders vom demografischen Wandel betroffen. Grenzübergreifend sollen deshalb künftig unter anderem die medizinische Versorgung und der Unterhalt von Pflegeeinrichtungen geplant und optimiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 05.03.2019 | 18:00 Uhr

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