Eine Hand hält einen Corona-Impfstoff von AstraZeneca. © picture alliance/dpa/MAXPPP

Niedersachsen will ungenutzte Corona-Impfstoffe zurückgeben

Stand: 30.07.2021 18:48 Uhr

Niedersachsen will ungenutzten Impfstoff an den Bund zurückgeben. Es geht um 120.400 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca, die noch in den Verteilzentren des Landes lagern.

"Es ist allgemein bekannt, dass die Nachfrage vor allem nach AstraZeneca rückläufig ist“, sagte Sprecherin Stefanie Geisler vom Landesgesundheitsministerium am Freitag in Hannover. Dieser Impfstoff werde auch nicht mehr nachbestellt. Geisler betonte jedoch, dass auch der Impfstoff von AstraZeneca bei abgeschlossener Impfserie gut gegen die Delta-Variante wirke. Für noch ausstehende Impfungen reiche der Bestand in den Zentren noch aus. Die Vakzine der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson sollen nicht zurückgegeben werden.

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Impfstoffe sollen an andere Staaten verteilt werden

Die Lieferkette läuft dann ähnlich wie beim Start der Impfkampagne gegen Corona - nur andersherum: Niedersachsens Impfzentren melden, wie viele Dosen sie übrig haben. Das Land organisiert daraufhin den Transport in die Bundeswehr-Apotheke in Quakenbrück im Landkreis Osnabrück, dann nimmt der Bund die Impfstoffe zurück. Das sei ein aufwendiger Prozess, weil die Vakzine immer gut gekühlt werden müssten, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Die Kühlung ist wichtig, denn: Der Bund will den Impfstoff nicht entsorgen, sondern an andere Staaten verschenken.

Andere Länder geben ebenfalls AstraZeneca zurück

Auch der Stadtstaat Hamburg will 60.000 Impfdosen von AstraZeneca zurückgeben. Das Land Baden-Württemberg kündigte sogar 450.000 Dosen an. Weil Impfzentren seltener genutzt werden, gehen immer mehr Kommunen in Niedersachsen dazu über, mobile Teams loszuschicken: geimpft wird zunehmend in Firmen, in Schützenhäusern, auf Supermarktparkplätzen oder in Impfbussen in sozial schwachen Stadtteilen.

 

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