Stand: 06.12.2019 14:53 Uhr

Niedersachsen-Monitor für 2018: Einwohnerzahl steigt

Menschen stehen auf einem Bahnsteig in der U-Bahnstation Kröpke in Hannover und steigen in eine Bahn ein. © dpa - Bildfunk Foto: Lucas Bäuml
2018 gab es fast 8 Millionen Einwohner in Niedersachsen.

Ein Plus bei der Einwohnerzahl, eine Wirtschaft, die sich - wie der Arbeitsmarkt - positiv entwickelt und erneut steigende Einnahmen des Landes und der Kommunen: Das niedersächsische Landesamt für Statistik (LSN) hat am Freitag bei der Vorstellung des Niedersachsen-Monitors 2019 fast durchweg positive Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermeldet.

Fast 8 Millionen Niedersachsen

So wuchs die Einwohnerzahl 2018 im siebten Jahr in Folge. Demnach lebten Ende des Jahres rund 7,98 Millionen Menschen im Land. Das ist ein Plus von fast 20.000 Menschen (+0,2 Prozent). Ein Grund für diesen Zuwachs waren laut LSN Wanderungsgewinne von 43.500 Menschen, die das Geburtendefizit von gut 22.500 Personen mehr als ausglichen. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung (21,9 Prozent) war 65 Jahre und älter. Der Anteil der unter 18-Jahrigen betrug demnach 16,6 Prozent.

Wirtschaft wächst, Arbeitslosenzahl sinkt

Die Wirtschaft in Niedersachsen wuchs nach Angaben des LSN gemessen am Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,1 Prozent. Der Bundesdurchschnitt lag bei 1,4 Prozent. Durch die gute wirtschaftliche Lage erreichte die Zahl der Erwerbstätigen rund 4,12 Millionen (+1,4 Prozent). Die Wachstumsrate lag damit leicht über dem Bundesdurchschnitt (+1,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,5 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent und bewegte sich damit annähernd auf Bundesniveau (5,2 Prozent). Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg 2018 ebenfalls, sogar um 2,2 Prozent gleichzeitig ging die Zahl der Minijobs um 1,3 Prozent zurück.

Steigende Steuereinnahmen

Land und Kommunen profitierten auch 2018 von steigenden Steuereinnahmen. In Niedersachsen fiel das Plus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr höher aus als im Durchschnitt aller Länder (+6,0 Prozent). Gleichzeitig stiegen die Ausgaben von Land, Kommunen und Sozialversicherungen um 5,4 Prozent (Deutschland: +4,4 Prozent). Der öffentliche Gesamthaushalt wies laut LSN einen Finanzierungsüberschuss von 475 Euro pro Kopf aus.

Betreuungsquoten unter Bundesschnitt

Nachholbedarf gab es hingegen bei der Kinderbetreuung, obwohl laut LSN in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen wurden, um die Kinderbetreuung zu verbessern. Seit 2013 stieg die Zahl der betreuten Kinder unter drei Jahren um fast 48 Prozent, die der ganztägig betreuten Kinder von 3 bis unter 6 Jahren um fast 57 Prozent. Dennoch lag Niedersachsen bei den Betreuungsquoten weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2019 | 15:00 Uhr

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