Stand: 11.12.2018 07:38 Uhr

Nach Warnstreik: Bahn meldet freie Fahrt

Niedersachsen hat die Folgen des gestrigen Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) überwunden. Am Vormittag sagte eine Sprecherin gegenüber NDR.de, dass die Störungen überstanden seien. Am Morgen waren im bundesweiten Fernverkehr einzelne Züge verspätet fielen aus. Regional- und S-Bahnen fuhren in Niedersachsen schon am morgen nach Plan.

Zwei stehende Züge an einem Bahnhof

Warnstreik legt Bahnverkehr lahm

Hallo Niedersachsen -

Ein bundesweiter Warnstreik der Bahngewerkschaft EVG am Montagmorgen hat für Probleme im Fernverkehr gesorgt. Die Auswirkungen waren in Hannover noch den ganzen Tag über zu spüren.

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EVG setzt Tarifverhandlungen heute fort

Die EVG ist nach dem Warnstreik offenbar wieder gesprächsbereit. Heute Nachmittag wollen Vertreter der Gewerkschaft und der Deutschen Bahn die unterbrochenen Tarifverhandlungen in Berlin wieder aufnehmen. Weitere Warnstreiks seien vorerst nicht geplant, hieß es von der EVG. Am Sonnabend waren die Tarifgespräche gescheitert. Die Gewerkschaft, die etwa 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn vertritt, hatte zum Warnstreik aufgerufen, weil das Lohnangebot der Bahn aus ihrer Sicht zu gering war. Die Bahn sprach von einer "völlig überflüssigen Eskalation". Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Gehalt, die Deutsche Bahn hatte eigenen Angaben zufolge ein "Sieben-Prozent-Paket" vorgelegt.

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Schwerpunkt des Streiks: Stellwerke

Nach Angaben der Bahn waren bundesweit mehr als 1.400 Züge von den Streikauswirkungen betroffen. Allein in Niedersachsen beteiligten sich laut Gewerkschaft etwa 100 Bahn-Mitarbeiter am Warnstreik. Schwerpunkte der Arbeitsniederlegung seien die Stellwerke gewesen. Weil auch das Stellwerk am Hauptbahnhof Hannover bestreikt wurde, war dieser am Montagmorgen für etwa eineinhalb Stunden lahmgelegt. Der Bahnhof ist einer der wichtigsten Knotenpunkte des deutschen Schienennetzes. Bundesweit stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Folge des Warnstreiks vorübergehend ganz ein.

Drei Stunden Stillstand am Hauptbahnhof Osnabrück

Für knapp drei Stunden war auch der Bahnverkehr am Hauptbahnhof in Osnabrück nahezu komplett eingestellt. Auch in den Stellwerken in Celle, Helmstedt und Elze hatten die Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Ebenso am Hauptbahnhof Bremen, was sich auch auf den Verkehr in Niedersachsen auswirkte. Die Bahn hatte auf den Bahnhöfen das Personal verstärkt, um gestrandete Reisende zu beraten. Für Montag gebuchte sogenannte Flexpreis- und Sparpreis-Tickets, die an bestimmte Züge gebunden sind, sollen bis einschließlich Sonntag ihre Gültigkeit behalten.

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Bei der Deutschen Bahn hat ein Warnstreik am Montag auch in Norddeutschland zu großen Einschränkungen geführt. Auch nach dem Ende des Ausstands gab es noch Verzögerungen. mehr

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Warnstreik legt Bahn weitgehend lahm

Bis 9 Uhr fahren keine ICE- und IC-Züge, auch der Regionalverkehr ist betroffen. Den ganzen Tag über ist mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Mehr bei tagesschau.de. extern

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 11.12.2018 | 07:30 Uhr

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