Der Hildesheimer Dom aus der Luft. © Picture Alliance Foto: Julian Stratenschulte

Modellkommunen: Hildesheim steht schon in den Startlöchern

Stand: 05.04.2021 13:41 Uhr

Am Sonnabend hat das Land Niedersachsen Modellkommunen bekannt gegeben, die nach Ostern einige der Corona-Maßnahmen lockern dürfen. In Hildesheim soll es am kommenden Montag losgehen.

Öffnen können dann Geschäfte in einem erweiterten Innenstadtbereich - vom Hauptbahnhof im Norden bis zum Neustädter Markt im Süden. Sie dürfen Kunden empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen. In dem Bereich gibt es vier Testzentren: am Hindenburg- und am Bahnhofsplatz, auf dem Platz an der Lilie und an der Arneken-Galerie. Mithilfe einer App sollen negative Testergebnisse vermerkt und Kontakte digital nachverfolgt werden. Das Projekt läuft bis zum 2. Mai.

Sicherheit soll vorgehen

Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer (parteilos) setzt auf Sicherheit. "Wir werden das steuern", sagte er. Werde es zu eng, würden die Testkapazitäten heruntergefahren, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig in die Stadt gehen. "Es muss einfach sicher bleiben, das steht über allem, wir wollen hier ja keinen Kamikaze-Kurs fahren", sagte Meyer.

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Nur Kommunen mit Inzidenz unter 100 dabei

Insgesamt 14 Städten und Gemeinden dürfen unter Auflagen wieder Geschäfte, Fitnessstudios, Außengastronomie und Kultureinrichtungen öffnen. "Sie alle haben sich viele Gedanken über die Teststrategie vor Ort gemacht", sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Nicht alle hätten jedoch die Hürde nehmen können, Kontakte auch digital nachzuverfolgen. Ein weiteres Auswahlkriterium war die Sieben-Tage-Inzidenz. Alle 14 Kommunen liegen unter der 100er-Marke. In der Region rund um Hannover gehört dazu neben Hildesheim auch Nienburg/Weser. Wann der Modellversuch hier startet, ist allerdings noch unklar.

Enttäuschung und Wut in Hannover

Unter den abgelehnten Bewerbern ist die Landeshauptstadt - trotz wochenlanger Vorbereitung. Hier bleiben Läden, Gastronomie und Kulturstätten vorerst weiter zu. Martin Prenzler von der City Gemeinschaft Hannover ist enttäuscht, wie er sagte: "Auf der anderen Seite muss man ganz klar sagen: Uns läuft hier das Wasser in den Hals. Wir leben vom Ersparten und hier geht es um Existenzen. Wir sind wirklich wütend. Wir wollen einen anderen Umgang als immer nur diesen Lockdown, Lockdown, und wir dürfen nichts machen."

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