Stand: 04.10.2019 13:20 Uhr

Mehr Islamisten aus Niedersachsen abgeschoben

Das Land Niedersachsen hat im laufenden Jahr bisher sechs Islamisten abgeschoben, darunter drei sogenannte Gefährder. Damit gab es bis Anfang September bereits mehr Abschiebungen als im gesamten Vorjahr, als fünf Islamisten aus Niedersachsen des Landes verwiesen wurden. Unter den 2018 Abgeschobenen war dagegen kein Gefährder. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums in Hannover auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Jens Ahrends hervor.

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Umstrittener Abschiebefall im Landkreis Gifhorn

16.04.2019 19:30 Uhr
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In Gifhorn ist ein gut integrierter und eigentlich lebensfroher 22-jähriger Ivorer aus Angst vor der drohenden Abschiebung erkrankt und in die Psychiatrie eingewiesen worden. Video (03:14 min)

Rund 1.530 potenzielle Islamisten im Land

Dem Verfassungsschutz zufolge gibt es derzeit rund 1.530 potenzielle Islamisten im Land. Eine "mittlere zweistellige Zahl" von Personen mit Wohnort oder regelmäßigem Aufenthalt in Niedersachsen werde vom Landeskriminalamt mit Blick auf religiöse Ideologie als sogenannte Gefährder eingestuft. Davon sei eine hohe einstellige Personenzahl derzeit in Haft in Deutschland. Regionale Schwerpunkte der islamistischen Szene sieht das Innenministerium in den großen Städten wie Braunschweig, Göttingen und Hannover.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.10.2019 | 13:00 Uhr

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