Stand: 29.08.2018 19:59 Uhr

MHH eröffnet ihr neues Zentrallabor

Kurze Wege, automatisierte Abläufe, geringere Personalkosten - all das hatte die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) für ihr neues Zentrallabor angekündigt, das schon 2014 in Betrieb gehen sollte. Es folgte ein langer Stillstand wegen Problemen mit dem Bau - unter anderem gab es zu wenig Kapazität für Notstromaggregate. Bei einem Stromausfall hätten Lüfter und Kühler des Labors nicht mehr betrieben werden können. Mit vier Jahren Verspätung hat die MHH ihr Labor nun aber eröffnet.

Regenzgläser in einem Labor.

Zentrallabor: MHH-Neubau eröffnet

Hallo Niedersachsen -

Das 30 Millionen Euro teure Zentrallabor der Medizinischen Hochschule Hannover konnte vier Jahre nicht genutzt werden, die Bauleitung funktionierte nicht. Jetzt wurde es eröffnet.

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Verspätung und Mehrkosten durch Absprachefehler

Das Gebäude sei fertig und die Geräte funktionierten prächtig, sagte MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg am Mittwoch. Aus dem Projekt habe die MHH eines gelernt, räumt er ein: Planung, Bauaufsicht und der spätere Betrieb müssten bei einem solchen Bau in einer Hand liegen. Als öffentliche Universitätsklinik musste sich die MHH bislang mit der Baubehörde des Landes Niedersachsen abstimmen. Dabei sei es in den vergangenen Jahren zu Absprachefehlern gekommen, heißt es von der MHH. "Aus Problemen kann man lernen", erklärte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). "Wir haben umgesteuert, Entscheidungsstrukturen verbessert und Abstimmungsprozesse optimiert."

Laborbetrieb rund um die Uhr

Beim Bau des Zentrallabors entstanden sechs Millionen Euro Mehrkosten für Nachbesserungen - und auch das leer stehende Gebäude verursachte Kosten. Insgesamt 33 Millionen Euro sind für den Bau geflossen. Rund 140 Mitarbeiter sollen dort beschäftigt werden. Laut MHH ist das Zentrallabor eines der modernsten Labore Europas. Es sei größtenteils automatisiert und laufe rund um die Uhr. Proben könnten gebündelt untersucht werden. Vorher hätten sie zwischen den unterschiedlichen Laboren hin- und hergebracht werden müssen. So werde durch das Zentrallabor jährlich eine große Summe an Personal- und Materialkosten eingespart.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 29.08.2018 | 19:30 Uhr

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