Stand: 01.12.2017 13:54 Uhr

Luftverschmutzung: Umwelthilfe verklagt Hannover

Die Deutsche Umwelthilfe hat die Stadt Hannover wie angekündigt wegen zu hoher Stickoxid-Werte in der Luft verklagt. Wie das Verwaltungsgericht Hannover am Freitag mitteilte, zielt die Klage auf die Verpflichtung der Stadt, ihren Luftreinhalteplan so zu überarbeiten, dass eine Einhaltung des EU-Grenzwertes für Stickoxide kurzfristig sichergestellt werden kann. Die Umwelthilfe schlägt in ihrer Klageschrift unter anderem Fahrverbote für Dieselfahrzeuge vor. Das Gericht setzte der Stadt eine Frist von zwei Monaten, um zur Klage Stellung zu nehmen.

OB für Fahrverbote mit Ausnahmen

Für Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) könnte ein Fahrverbot für ältere Diesel durchaus für eine kurzfristige Verbesserung der Luft sorgen, sagte er NDR 1 Niedersachsen, als Anfang November bekannt wurde, dass die Umwelthilfe eine Klage vorbereitet. Schostok forderte, die sogenannte Blaue Plakette einzuführen. Von einem generellen Dieselverbot an der Leine hielt er aber nichts.

DUH: Mehr Tote wegen schlechter Luft als durch Verkehrsunfälle

Die DUH teilte Anfang November unter Berufung auf die Europäische Umweltbehörde (EEA) mit, dass allein in Deutschland jährlich 12.860 vorzeitige Todesfälle auf die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zurückgehen. Das seien fast viermal so viele, wie durch Verkehrsunfälle ums Leben kommen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 01.12.2017 | 14:30 Uhr

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