Stand: 25.07.2019 20:31 Uhr

Lüpertz-Fenster - jetzt geht's vor Gericht

Ein Ausschnitt vom "Reformationsfenster", gestaltet vom Künstler Markus Lüpertz. © NDR
Besonders die Fliegen auf dem Buntglasfensterbild erregen die Gemüter. (Archiv)

Nun geht der Streit um ein neues Fenster für Hannovers Marktkirche vor Gericht. Nach Angaben des Landgerichts hat der Erbe des Marktkirchen-Architekten, Georg Bissen, wie angekündigt Klage gegen den Einbau des "Reformationsfensters" in der Marktkirche eingereicht. Bissen beruft sich darauf, dass der Einbau des Fensters das Urheberrecht seines Stiefvaters verletze. Der Streit um das von Künstler Markus Lüpertz entworfene Fenster zieht sich bereits seit mehr als einem Jahr.

Fliegen sorgen für Diskussionsstoff

Während nach Aussage von Bissen die Marktkirche im Sinne seines Stiefvaters in ihrer Einfachheit und Geschlossenheit erhalten bleiben müsse, will der Kirchenvorstand an dem Entwurf des Künstlers Markus Lüpertz festhalten. Das umstrittene rund 13 Meter hohe Fenster zeigt unter anderem den Reformator Martin Luther. Zudem sind mehrere schwarze Fliegen zu sehen, die für das Böse und die Vergänglichkeit stehen sollen. Vor allem diese werden heftig diskutiert. Das Fenster ist als Geschenk von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) gedacht.

Dieses Thema im Programm:

Regional Hannover | 25.07.2019 | 17:00 Uhr

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