Stand: 18.05.2019 11:39 Uhr

Lügde: Prozessauftakt am 27. Juni

Der Prozess um den massenhaften Kindesmissbrauch in Lügde an der Grenze zu Niedersachsen soll am 27. Juni beginnen. Das bestätigte ein Gerichtssprecher am Sonnabend auf Anfrage. Zuvor hatte das "Westfalen-Blatt" berichtet. Bei den Planungen sei vorausgesetzt, dass die Anklage gegen einen dritten Verdächtigen noch rechtzeitig eintrifft und alle Anklagen zugelassen werden, so der Gerichtssprecher.

Fast 43.000 Kinderporno-Dateien

Laut "Westfalen-Blatt" sind für die Verhandlung zunächst zwei Monate vorgesehen. Die Anklage wirft dem 56 Jahre alten Hauptverdächtigen fast 300 Straftaten vor. Demnach soll sich der Mann unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen verantworten. Mitangeklagt ist ein Mann aus Stade: Der 49-Jährige soll laut Anklage den Hauptverdächtigen teilweise ausdrücklich zu dem Missbrauch aufgefordert haben. Bei dem Stader seien fast 43.000 kinderpornografische Bilder und Videos gefunden worden. Außer den beiden Angeklagten sitzt noch ein 34-jähriger Mann aus Steinheim (Kreis Höxter) in Untersuchungshaft.

Weitere Informationen

Lügde: Konzept gegen Missbrauch in Hameln-Pyrmont

Nach Fehlern im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde will der Landkreis Hameln-Pyrmont ein Konzept entwickeln, um Missbrauch zu verhindern. (17.05.2019) mehr

Anklage im Lügde-Fall: Erschütternde Details

Zwei Angeklagte, 22 Opfer und hundertfacher Missbrauch: Das Landgericht Detmold hat erstmals erschreckende Details aus der Anklage gegen die Beschuldigten im Lügde-Fall genannt. (17.05.2019) mehr

Lügde: Experte fordert kindgerechte Vernehmungen

Mehrfache Vernehmungen und zunächst keine Therapie: Der Umgang der Ermittlungsbehörden mit den Opfern des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde sorgt für Kritik. (15.05.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.05.2019 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:25
Hallo Niedersachsen
04:51
Hallo Niedersachsen
03:16
Hallo Niedersachsen