Stand: 23.06.2020 07:09 Uhr

Lügde-Ausschuss: Hamelner Jugendamt schwer belastet

Ein heruntergekommener und maroder Campingplatz. © dpa-Bildfunk Foto: Friso Gentsch
Ein Ausschuss des Düsseldorfer Landtags untersucht die politischen Versäumnisse im MIssbrauchsfall von Lügde. (Archivbild)

Im Fall des hundertfachen Kindesmissbrauchs auf einem Campingplatz in Lügde nahe der niedersächsischen Landesgrenze sieht der Landrat des nordrhein-westfälischen Landkreises Lippe, Axel Lehmann (SPD), das Hauptversagen beim Jugendamt Hameln-Pyrmont. Der Nachbarkreis sei "ganz klar" zuständig gewesen für den Haupttäter, sagte Lehmann am Montag vor dem Sonderausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag.

Landrat: "Keine Versäumnisse bei eigener Behörde"

Lehmann nahm zudem die Mitarbeiter des Kreisjugendamtes Lippe in Schutz. Dort habe es keine Versäumnisse gegeben. Auch wenn im Nachhinein einige Fakten anders zu bewerten seien. Lehmann entschuldigte sich für Fehler, die auch in seinen Behörden passiert seien. Unter anderem räumte er "eklatante Fehlleistungen" einzelner Polizisten ein und nannte das Verschwinden von Asservaten.

Hamelner Jugendamtsmitarbeiter schweigen

Auch Mitarbeiter des Hamelner Jugendamtes sollten jüngst vor dem Untersuchungsausschuss vernommen werden. Die Mitarbeiter machten größtenteils von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und schwiegen zu den meisten Fragen der Parlamentarier.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 23.06.2020 | 06:30 Uhr

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