Stand: 17.03.2017 14:53 Uhr

Länderspiel-Absage: Ermittlungen eingestellt

Knapp eineinhalb Jahre, nachdem das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover wegen eines möglichen Terroranschlags abgesagt worden war, hat die Bundesanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt. Die Ermittlungen hätten keine weiterführenden Erkenntnisse erbracht, hieß es. Außerdem hätten keine Tatverdächtigen ausgemacht werden können. Auch der Verdacht gegen Mohamad Hasan K. habe sich nicht weiter erhärten lassen. Der Mann war bei dem Spiel am 17. November 2015 als Ordner im Stadion eingesetzt gewesen und hatte dort ein Video von sich mit islamistischem Inhalt gemacht, so die Bundesanwaltschaft.

Anschläge auf Spiel und Nahverkehr geplant

Nach Angaben der Behörde war der Ausgangspunkt für die Ermittlungen ein Hinweis des Bundesamts für Verfassungsschutz. "Danach plante eine Gruppe von mindestens fünf Attentätern Sprengstoffanschläge auf das Fußballländerspiel in Hannover sowie auf den öffentlichen Nahverkehr der Stadt", so die Bundesanwaltschaft. Der Anführer der Gruppe sollte die Explosionen im Stadion filmen, hieß es weiter.

Absage wegen "akuter Gefährdungslage"

Das Spiel im November stand unter besonderen Voraussetzungen, war es doch vier Tage nach den Anschlägen von Paris angesetzt, die die deutsche Nationalmannschaft hautnah miterleben musste. Etwa eineinhalb Stunden vor Beginn der Partie in Hannover musste diese dann abgesagt werden - wegen einer "akuten Gefährdungslage", wie es von der Polizei hieß.

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Länderspiel-Absage: De Maizière hält sich bedeckt

Die Behörden halten sich nach der Absage des Länderspiels in Hannover bedeckt. Bundesinnenminister de Maizière bat um Verständnis, dass er nichts Konkretes zu den Anschlagshinweisen sagen könne. (17.11.2015) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.03.2017 | 15:00 Uhr

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