Stand: 17.10.2018 20:26 Uhr

Krankenhaus: AKH in Celle schreibt rote Zahlen

Wie steht es um das Allgemeine Krankenhaus (AKH) in Celle? In den vergangenen fünf Jahren hatte die Klinikgruppe mit ihren Standorten in Celle und Peine stets Gewinne eingefahren. So hieß es zumindest von offizieller Seite. Doch tatsächlich ist das AKH wohl ein Sanierungsfall. Das Minus für das zurückliegende Geschäftsjahr beträgt laut NDR 1 Niedersachsen mehr als 16 Millionen Euro. Nun sollen bis zum Jahr 2020 Kosten gesenkt werden - was für zahlreiche Mitarbeiter schmerzhafte Einschnitte bedeuten könnte.

Weniger Geld für Küchen- und Putzkräfte?

Nach dem Willen des Vorstandes sollen die Mitarbeiter mithelfen sollen, das Defizit zu beseitigen. Gemeinsam mit Führungskräften und dem Betriebsrat habe bereits eine Personalbedarfsanalyse begonnen, so die AKH-Gruppe. Es gehe darum zu gewährleisten, Mitarbeiter effektiv und bedarfsgerecht einzusetzen. Dabei sollen wohl zunächst einmal Arbeitstrukturen verändert werden. Schmerzhaft dürfte es für die Belegschaft trotzdem werden: Wie die "Cellesche Zeitung" berichtet, werde überlegt, zum Beispiel Logistik-, Küchen und Putzkräfte nach einem neuen, geringeren Tarif zu bezahlen.

Wirtschaftliche Situation zu positiv dargestellt

Als Grund für den Sturz in die Krise sieht Vorstandschef Martin Windmann vor allem die Arbeit seines Vorgängers. Dazu findet Windmann in einer Presseinformation deutliche Worte: Die wirtschaftliche Situation in den Kliniken in Peine und Celle ist demnach in der Vergangenheit zu positiv dargestellt worden. So sei in den Bilanzen angenommen worden, die AKH-Gruppe würde noch Millionenbeträge vor allem von Krankenkassen erhalten. Tatsächlich müssten diese Forderungen aber abgeschrieben werden, so Windmann. Zu möglichen juristischen Konsequenzen will sich das Unternehmen erst im Laufe des Tages äußern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.10.2018 | 17:00 Uhr

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