Stand: 03.07.2020 16:31 Uhr

Keine Kastenstände mehr für Sauen - lange Fristen

von Katharina Seiler
Menschen protestieren mit Plakaten in der Hand auf denen steht "Schweine raus aus Kastenständen". © NDR Foto: Katharina Seiler
Vor dem Bundesrat haben am Freitagvormittag Tierschützer für ein Aus der Kastenstand-Haltung von Sauen protestiert.

Nach langem Ringen hat der Bundesrat am Freitag das Ende der Kastenstände in der Sauenhaltung beschlossen. Die Schweine dürfen nicht mehr über Wochen im sogenannten Kastenstand aus Metallstangen fixiert werden, sondern sollen in Gruppen leben. Der Kastenstand soll nur noch für wenige Tage im Jahr erlaubt sein. Das bedeutet, dass die rund 1.700 sauenhaltenden Betriebe in Niedersachsen neue Ställe benötigen. Vor der Entscheidung hatten am Vormittag Dutzende Tierschützer vor dem Bundesrat für ein bedingungsloses Aus der Kastenstand-Haltung protestiert.

VIDEO: Neue Vorgaben für die Sauenhaltung (3 Min)

Hohe Kosten, weniger Schweinehalter?

Für den Umbau ihrer Ställe sollen die Landwirte nun acht beziehungsweise 15 Jahre Zeit bekommen. Bauen sie ihre Ställe vor Ablauf der Übergangsfrist um, können sie Fördergelder vom Bund erhalten. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) sagte, dass sich das Tierschutzniveau für die Sauen deutlich erhöhe. Ein Sprecher der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) aus Damme (Landkreis Vechta) sieht große Herausforderungen auf die Landwirte zukommen. Er rechnet damit, dass viele angesichts der hohen Investitionen das Halten von Sauen langfristig aufgeben werden. Trotzdem ist er nach eigenen Angaben froh, dass es eine neue Verordnung geben soll und die Landwirte planen könnten.

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Aktuell | 03.07.2020 | 19:30 Uhr

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