Stand: 27.09.2019 13:55 Uhr

Jagd auf Wolf geht auch im Oktober weiter

Die Abschussgenehmigung für den Leitwolf des Rodewalder Rudels im Landkreis Nienburg ist erneut verlängert worden. Das niedersächsische Umweltministerium hat nach eigenen Angaben die befristete Genehmigung zum Töten des Wolfes bis zum 31. Oktober verlängert. Der Wolfsrüde streift durch ein mehrere Hundert Quadratkilometer großes Gebiet und soll mehrfach wolfsabweisende Zäune überwunden haben. Er ist laut Ministerium für etwa 40 getötete Nutztiere, darunter Schafe, Ponys und ein Alpaka, verantwortlich.

Videos
29:36
DIE REPORTAGE

Die Angst vor dem Wolf

DIE REPORTAGE

Der Wolf ist zurück in Norddeutschland. Was bedeutet das für Schäfer, Landwirte und Dorfbewohner? Wie gefährlich ist der Wolf tatsächlich? Video (29:36 min)

Ministerium beauftragt Dienstleister

Befürchtet wird, dass er seine erworbenen Jagdtechniken auch an andere Wölfe weitergibt. Da der Wolf bereits seit Januar gesucht wird, wird der finanzielle Aufwand immer größer. Bis August hat die Suche nach dem Wolf nach Angaben des Ministeriums 83.000 Euro gekostet - 150.000 Euro könnten es werden. Das Geld erhält ein Dienstleister, der ein "intensives Monitoring des Geländes" durchführt, hieß es vonseiten der Landesregierung.

Weitere Informationen

Jagd auf Rodewalder Wolf: Kosten gerechtfertigt?

Die Suche nach dem Rodewalder Wolf könnte 150.000 Euro allein für einen Dienstleister kosten. Die Grünen kritisieren das, doch das Umweltministerium betont, die Jagd müsse weitergehen. (17.09.2019) mehr

Wolf: Tierhalter kritisieren Lies' Jagd-Management

Weidetierhalter kritisieren die erfolglose Abschussbemühungen um den Rodewalder Wolf. Sie fordern eine generelle Aufnahme ins Jagdrecht. Zudem dauern Hilfeleistungen zu lange. (17.06.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.09.2019 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

03:51
Hallo Niedersachsen
03:00
Hallo Niedersachsen
05:59
Hallo Niedersachsen