Fläschchen eines COVID-19-Impfstoffs stehen auf einem Glastisch. © picture alliance / Geisler-Fotopress | Dwi Anoraganingrum Foto:  Geisler-Fotopress

Impftermine: Landkreis Nienburg kritisiert Vergaberegeln

Stand: 22.02.2021 11:13 Uhr

5.000 AstraZeneca-Dosen erwartet der Landkreis Nienburg in den kommenden Wochen. Doch er darf keine Einzeltermine zur Impfung vergeben: Die Hotline des Landes weist unter 80-Jährige ab.

Der Impfstoff wird nur für Menschen unter 65 Jahren empfohlen - doch diese können derzeit keine Termine vereinbaren. Das mache ihn ärgerlich, sagte Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier (parteilos) zu NDR 1 Niedersachsen. Er fürchtet, dass deshalb Tausende AstraZeneca-Dosen nicht verimpft werden können.

Landrat: Hausärzte sollen impfen können

Der Landkreis soll jetzt im Auftrag des Landes Niedersachsen bestimmten Berufs- und Personengruppen Impfangebote machen. Danach sollen die Termine im Online-Portal des Landes eingestellt werden. Das sei allerdings sehr zeitraubend und aufwendig, kritisiert Kohlmeier. Besser wäre es, wenn die Hausärzte schnellstmöglich mit einbezogen würden - und nicht erst nach einer Modellphase. Genau das fordert Kohlmeier vom Land.

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Quarantäne wird wegen Mutation verschärft

Derweil hat der Landkreis seine Quarantäne-Regeln verschärft. Statt zwei müssen sich Kontaktpersonen von Infizierten nun drei Wochen isolieren. Zudem ordnet das Gesundheitsamt auch für Kontaktpersonen zweiten Grades eine entsprechende Quarantäne an, wie ein Kreissprecher sagte. Diese betrifft auch Menschen, die nur kurzen Kontakt mit Infizierten hatten oder bei Kontakt ebenso wie der Infizierte eine Maske trugen. Anlass für die Verschärfung ist den Angaben zufolge der Nachweis der sogenannten britischen Virusvariante B.1.1.7 bei fünf weiteren Kreisbewohnern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.02.2021 | 09:30 Uhr

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