Stand: 14.05.2020 09:15 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Igor K.: Keine Ermittlungen gegen MHH-Chefs

Ein Polizeifahrzeug vor der MHH in Hannover. © dpa Bildfunk Foto: Julian Stratenschule
Der zweiwöchige Aufenthalt eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds in der MHH im Februar hat kein juristisches Nachspiel für die Klinikchefs.

Findet die Posse um die Behandlung eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds aus Montenegro in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nun ein Ende? Die Staatsanwaltschaft Hannover hat mitgeteilt, dass es keinen Anfangsverdacht auf Geldwäsche gegen Führungspersonal der Uniklinik gebe. Eine Sprecherin sagte, man habe keine Anhaltspunkte dafür gefunden, dass das Geld für die Behandlung und den Aufenthalt des Montenegriners Igor K. im Februar diesen Jahres aus Straftaten stamme.

Schwer bewaffnete Spezialkräfte in der Klinik

Der Mann aus Montenegro war am 7. Februar mit Schussverletzungen eingeflogen und in die MHH eingeliefert worden. "Aufgrund einer fortbestehenden Gefährdung" bewachten Hundertschaften der Bereitschaftspolizei sowie schwer bewaffnete Beamte des Spezialeinsatzkommandos den Mann bis zu seiner Ausweisung zwei Wochen lang. Am 21. Februar wurde der Montenegriner mit einer Ambulanzmaschine nach Istanbul (Türkei) ausgeflogen. Der Vorfall kostete MHH-Vizepräsident Andreas Tecklenburg das Amt.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 14.05.2020 | 08:30 Uhr

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