Stand: 16.05.2019 15:32 Uhr

Hilbers: Vorerst keine Ausgliederung der BLSK

Bei der Nord/LB und der Braunschweigischen Landessparkasse fallen in den kommenden Jahren viele Jobs weg. (Themenbild)

Bei der Braunschweigischen Landessparkasse (BLSK) sollen Stellen wegfallen. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der geplante Jobabbau bei der Neuausrichtung der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank (Nord/LB) betreffe auch die BLSK, sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) am Donnerstag im Niedersächsischen Landtag. Gleichwohl soll die BLSK Bestandteil der Nord/LB bleiben, machte der Minister deutlich.

Spätere Herauslösung möglich

Eine spätere Selbstständigkeit der BLSK sei aber möglich, so Hilbers. Im entsprechenden Staatsvertrag für das neue Nord/LB-Geschäftsmodell soll ein Passus enthalten sein, der eine spätere Herauslösung der BLSK zulässt. Sofern es ein tragfähiges Konzept ohne Belastung für das Land gebe, stehe er einer Herauslösung der BLSK offen gegenüber, sagte Hilbers.

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BLSK ohne eigene Banklizenz

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Rund 1.700 Stellen sollen wegfallen

Unter Berufung auf ein internes Mitarbeiterschreiben hatte die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" zuerst darüber berichtet, dass der Personalabbau höher als bisher geplant ausfallen dürfte. Dem Schreiben zufolge soll bis 2024 die Mitarbeiterzahl der Nord/LB bei 2.800 bis 3.000 Mitarbeitern liegen. Bisher war eine Zielzahl von rund 3.200 Mitarbeitern genannt worden. "Das bedeutet einen Personalabbau von rund 1.650 bis 1.850 Mitarbeiter zusätzlich zum Abbauziel von One Bank", heißt es mit Hinweis auf das Sparprogramm des Geldhauses in dem Schreiben. Ende 2018 gab es bei der Nord/LB rund 5.650 Vollzeitstellen. Die Bank hat die Abbau-Pläne gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) inzwischen bestätigt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 16.05.2019 | 14:00 Uhr

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