Stand: 17.01.2017 21:55 Uhr

Hannover hat eine weitere marode Brücke

Ein Aha-Müllwagen steht mit anderen Fahrzeugen an einer Ampel. © NDR Foto: Helmut Eickhoff
Bis zu 2.500 Lkw fahren täglich nun über den Weidetorkreisel - auch Fahrzeuge des kommunalen Abfallentsorgers aha.

Eine weitere Schnellwegbrücke in Hannover darf seit dieser Woche nicht mehr von Schwerlastern befahren werden. Die Brücke am Weidetorkreisel wurde von Experten für instabil befunden. Deswegen wurde sie für Lastwagen, die schwerer als 7,5 Tonnen sind, gesperrt. Für den Weidetorkreisel ist dadurch das Verkehrschaos absehbar. Denn genau dort führt die Umleitung entlang. Nach der Brücke über die Hildesheimer Straße ist es die zweite gesperrte Schnellwegbrücke in der Landeshauptstadt.

Bei Staus soll nachgesteuert werden

Der Kreisel zwischen Podbielskistraße und Medizinischer Hochschule, direkt unter der B 3, ist einer der großen Verkehrsknotenpunkte in Hannover. Nach der neuerlichen Brücken-Diagnose quälen sich dort nun auch noch die bis zu 2.500 Lkw durch, die an gewöhnlichen Tagen über den Messeschnellweg fahren. Sollte sich nun tatsächlich der Verkehr übermäßig stauen, gebe es Möglichkeiten, um nachzusteuern, sagt Friedhelm Fischer. "Der Weidetorkreisel ist ja ampelgesteuert", erklärt der Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Landesbehörde für Straßenbau. "Da gibt es vielleicht noch Möglichkeiten, den Spuren, die der Lkw dann nimmt, etwas mehr Grünzeiten zu geben, um den Verkehrsabfluss zu beschleunigen."

Fahrverbot notfalls mit Höhenbegrenzung durchsetzen

Friedhelm Fischer, Leiter des Geschäftsbereichs Hannover der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, schaut in die Kamera. © NDR Foto: Helmut Eickhoff
Friedhelm Fischer von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr meint: Staus könnten weitgehend vermieden werden.

Wichtig sei, dass wirklich keine Lkw über die Brücke fahren. Deshalb solle künftig ständig kontrolliert werden. Behördenleiter Fischer sagt, eventuell seien noch härtere Maßnahmen nötig: "Im Extremfall müssen wir gemeinsam mit der Polizei überlegen, ob man mit einer Höhenbegrenzung die Durchfahrt unterbinden können."

18 Monate Sperrung

Entscheidend sei zudem die richtige Beschilderung, denn die momentane sei provisorisch und leicht zu übersehen. Größere Tafeln sollen Lkw-Fahrer künftig frühzeitig warnen, dass sie vor dem Kreisel abfahren und hinter dem Kreisel wieder auffahren müssen. Gut anderthalb Jahre könnte die Lkw-Sperre auf dem Messeschnellweg andauern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 17.01.2017 | 18:00 Uhr

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