Stand: 19.08.2020 16:22 Uhr

Hannover: "Rußrindenkrankheit" befällt Ahornbäume

Die Rinde eines Ahornbaums ist von der Rußrindenkrankheit befallen. © Stadt Hannover
Der Pilz befällt vor allem den Spitz-Ahorn, Feld-Ahorn und den Berg-Ahorn und führt unweigerlich zum Absterben.

In Hannover sind offenbar mehrere Ahorn-Bäume von der sogenannten Rußrindenkrankheit befallen. Dies teilte die Stadt mit. Bei der Krankheit handelt es sich um einen Pilz, der auch gefährliche Folgen für Menschen haben kann. Intensiver Kontakt mit den Pilzsporen kann zu schweren Atemwegsproblemen und Entzündungen der Lungenbläschen führen, teilte die Stadt mit. Der Parasit befällt vor allem schwache Bäume und profitiert dabei von der Trockenheit der vergangenen zwei Jahre.

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Problematische Fällarbeiten

In diesem Jahr seien bislang drei befallene Bäume auf städtischen Grünflächen entdeckt und gefällt worden. Betroffene Bäumen seien daran zu erkennen, dass im späteren Verlauf der Krankheit der Stamm aussieht, als sei er mit Ruß bestreut. Bei den Bäumen führt die Rußrindenkrankheit zum Absterben. Problematisch bleibt die Entsorgung: Aufgrund der möglichen Verbreitung und Verteilung der Sporen durch die Luft können die Bäume nur von Fachexperten mit Schutzausrüstung gefällt werden. Diese verwenden zudem Schutzfolien, damit die Sporen nicht durch Wind verbreitet werden können.

Hinweise auf möglicherweise durch die Rußrindenkrankheit befallene Bäume im öffentlichen Raum nimmt die Stadt telefonisch unter (05 11) 16 84 38 01 und per E-Mail unter umweltkommunikation@hannover-stadt.de entgegen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 19.08.2020 | 13:30 Uhr

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