Hackerangriff: Firma aus Aerzen will nicht verhandeln

Stand: 04.08.2021 14:10 Uhr

Nach dem Hackerangriff auf eine Maschinenfabrik in Aerzen (Landkreis Hameln-Pyrmont) steht die Produktion still. Wie ein Sprecher bestätigte, wolle man auf Kontaktversuche der Täter nicht eingehen.

Die Fabrik wolle sich nicht erpressen lassen. "Wir sind definitiv nicht bereit, auf irgendwelche Geldforderungen einzugehen. Wir haben sämtliche Verhandlungen von vornherein abgeblockt", sagte Stefan Brandt. Deshalb sei auch nicht bekannt, wie viel Geld die Hacker gefordert hätten.

Landeskriminalamt ist eingeschaltet

IT-Experten arbeiten seit einer Woche daran, die durch den Angriff verschlüsselten Datenbanken wieder zugänglich zu machen. Kundendaten seien nicht von dem Angriff betroffen, versichert die Fabrik. "Wir haben von der Telekom sogenannte IT-Forensiker. Die beschäftigen sich mit dem Virus und der Art des Angriffes." Auch das Landeskriminalamt ist eingeschaltet.

Neues Netzwerk nötig

Seit vergangenen Mittwoch ist der Betrieb geschlossen, 1.100 Mitarbeitende müssen zu Hause bleiben. Weltweit beschäftigt die Firma rund 2.300 Menschen. Zumindest die Juli-Gehälter hätten nun ausgezahlt werden können. Durch den Hackerangriff ist die Produktion lahmgelegt. Nun werde daran gearbeitet, ein neues Netzwerk aufzubauen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 04.08.2021 | 15:00 Uhr

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