Stand: 01.09.2020 19:40 Uhr

Getötete Frau: Mahnwache des Frauenhauses Hameln

Rund 25 Mitarbeiterinnen, Bewohnerinnen des Frauenhauses Hameln Pyrmont demonstrieren auf der Hochzeitshausterrasse gegen Männergewalt. © NDR
Nach dem gewaltsamen Tod einer Bewohnerin hat das Frauenhaus eine Mahnwache organisiert.

Im Frauenhaus im Landkreis Hameln-Pyrmont hat diese Tat Entsetzen ausgelöst: Eine 42-Jährige wurde Ende August in Emmerthal getötet. Unter Verdacht steht ihr ehemaliger Lebensgefährte. Die Frau war kurz zuvor ins Frauenhaus gezogen, um dort Schutz vor dem Mann zu suchen. Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen der Einrichtung hielten am Dienstag in der Hamelner Fußgängerzone eine Mahnwache ab, um gegen Männergewalt zu protestieren.

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"Wir haben gedacht, wir können sie schützen"

Rund 25 Frauen versammelten sich vor dem Hochzeitshaus neben einem Banner mit der Aufschrift "Nehmt ihr uns eine, antworten wir alle!" Unter ihnen war die langjährige Frauenhaus-Mitarbeiterin Anke Eichler. Dass ausgerechnet eine Frau, die bei ihnen Schutz gesucht habe, Opfer geworden sei, mache sie fassungslos. "Das macht umso mehr betroffen, als wir gedacht haben: Die Frau ist hier sicher, wir können sie schützen. Aber sie ist zur Arbeit gefahren und auf dem Rückweg ist es dann passiert."

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Justizvollzugsanstalt © picture-alliance/ dpa Foto: Gero Breloer

42-Jährige getötet: Ex-Partner in Untersuchungshaft

Ein Richter hat wegen Totschlags Haftbefehl gegen einen 59-Jährigen aus Bad Pyrmont (Kreis Hameln-Pyrmont) erlassen. Er soll seine frühere Lebensgefährtin in Emmerthal erstochen haben. mehr

Stichverletzungen in Brust und Rücken

Der 59 Jahre alte Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er soll die Frau erstochen haben. Laut Staatsanwaltschaft erlitt sie Stichverletzungen in Brust und Rücken, zwei Stiche trafen demnach das Herz. Die Tatwaffe sei sichergestellt worden.

Zeuge alarmiert die Polizei

Ein vorbeifahrender Zeuge hatte laut Polizei die Tat auf einer Landstraße zwischen Hämelschenburg und Amelgatzen beobachtet und den Notruf gewählt. Einsatzkräfte versuchten vergeblich, die Frau zu reanimieren. Sie starb noch am Tatort. Der 59-Jährige wurde kurz darauf in seiner Wohnung in Bad Pyrmont festgenommen. Dabei leistete er laut Polizei Widerstand. Er habe Blut an seiner Kleidung gehabt.

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Das Rathaus am Maschsee. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 01.09.2020 | 17:00 Uhr

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