Stand: 25.06.2018 10:32 Uhr

Getötete 16-Jährige: Untersuchungen dauern an

Diese beigefarbenen Handtasche soll das Opfer in der Nacht bei sich gehabt haben. Doch von ihr fehlt jede Spur.

Im Fall einer getöteten 16-Jährigen aus Barsinghausen (Region Hannover) suchen die Ermittler weiterhin nach Spuren. In der vergangenen Woche waren zwei möglicherweise relevante Gegenstände sichergestellt worden. Sie werden nach wie vor kriminaltechnisch untersucht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge, NDR.de. Wann ein Ergebnis vorliege, könne er nicht abschätzen. Ob die Gegenstände mit der Tat zusammenhängen, sei daher weiterhin unklar. Die Handtasche des Opfers sei bisher nicht gefunden worden. Nach Angaben von Zeugen hatte die Jugendliche die cremefarbene Tasche kurz vor ihrem Tod noch bei sich. Von ihr erhoffen sich die Ermittler aussagekräftige Spuren.

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Niedersachsen 18.00

Tote in Barsinghausen: Polizei sucht Handtasche

21.06.2018 18:00 Uhr
Niedersachsen 18.00

Im Fall der getöteten 16-Jährigen hat die Polizei die Gegend in der Nähe des Leichenfundortes in Barsinghausen durchsucht. Die Jugendliche soll eine Handtasche bei sich gehabt haben. Video (00:34 min)

Opfer und Verdächtiger sind sich "begegnet"

Passanten hatten die tote 16-Jährige vor mehr als einer Woche in der Nähe der Adolf-Grimme-Grundschule entdeckt. Laut Obduktionsergebnis starb die Jugendliche an Schlägen gegen den Kopf. Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es nicht. Zeugenhinweise brachten die Ermittler auf die Spur eines 24-Jährigen. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er bestreitet, die 16-Jährige getötet zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen war die Jugendliche zum letzten Mal in der Nacht zum 17. Juni gegen 1 Uhr am Bahnhof von Barsinghausen gesehen worden. Laut Zeugen sind sich das Opfer und der Verdächtige vor der Tat "begegnet", hieß es von der Staatsanwaltschaft.

"Verdächtiger war auffällig wegen Gewaltdelikten"

Der 24-jährige Tatverdächtige hat bis vor wenigen Monaten im Gefängnis gesessen. Er habe bis Januar eine Strafe wegen eines Gewaltdeliktes abgesessen, sagte Klinge. Offenbar war es nicht das erste Mal, dass der 24-Jährige mit der Polizei zu tun hatte. "Es gab mehrere Male Auffälligkeiten wegen Gewaltdelikten", so Klinge. Nach Angaben von Bürgermeister Marc Lahmann (CDU) lebte der 24-Jährige seit 20 Jahren in Barsinghausen. Zuletzt habe er in einer Obdachlosenunterkunft gewohnt, sagte Lahmann NDR.de.

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"Sie haben sich am selben Abend kennengelernt"

Nach dem Tod einer 16-Jährigen in Barsinghausen hat die Polizei eine Mordkommission gegründet. Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer erläutert den aktuellen Ermittlungsstand. Video (00:50 min)

Behörden hoffen auf Hinweise

Derweil dauern auch andere kriminaltechnische Untersuchungen an. Unter anderem würden DNA-Analysen angefertigt, so Klinge. Wie lange dies dauert, sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Auch wird untersucht, ob es einen Zusammenhang zum Fall einer 55-Jährigen gibt, die erst im April tot in einem Entwässerungsgraben gefunden wurde. Die Ermittler der eigens eingerichteten Mordkommission "Anna" hoffen weiter auf Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben und auch Angaben zu der Tasche machen können. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0511) 109 55 55 beim Kriminaldauerdienst Hannover zu melden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 22.06.2018 | 14:30 Uhr

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