Ein Schild weißt auf das Amtsgericht, das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Hildesheim hin. © Picture Alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich

Ex-ASB-Geschäftsführer weiteres Mal wegen Untreue verurteilt

Stand: 01.10.2021 08:50 Uhr

Das Landgericht Hildesheim hat einen früheren Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes wegen Untreue verurteilt. Er war schon mal verurteilt worden - wegen Millionenbetrugs mit Flüchtlingsheimen.

Im aktuellen Fall hatte die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten unter anderem vorgeworfen worden, sich selbst unrechtmäßige Gehälter und Zulagen gezahlt zu haben. Außerdem soll er Kosten für das Renovieren seines privaten Badezimmers auf den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) umgeschrieben haben. Insgesamt habe er einen Betrag von rund 110.000 Euro erlangt beziehungsweise sich entsprechende Kosten erspart, hieß es. Das Landgericht bezog das jetzige Urteil in die erste Strafe mit ein: Ursprünglich war der 49-Jährige zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden, nun werden daraus insgesamt sieben Jahre.

Großteil des Geldes im Libanon

2019 war der Mann verurteilt worden, weil er fast sieben Millionen Euro veruntreut hatte. Das Gericht ordnete an, die Gelder in Höhe von rund 6,85 Millionen Euro einzuziehen. Die Staatsanwaltschaft Hannover sei bereits mit der Vollstreckung beschäftigt und habe Teilbeträge etwa durch den Verkauf einer Eigentumswohnung eingezogen, sagte ein Sprecher. Allerdings soll sich ein Großteil der Summe im Libanon befinden.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 01.10.2021 | 06:30 Uhr

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