Stand: 14.02.2018 18:06 Uhr

Erzieher streitet Missbrauchsvorwürfe ab

Ein Erzieher soll in einem sozialpädagogischen Heim in Rinteln (Landkreis Schaumburg) mehr als zehn Jahre lang Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. Seit Mittwoch muss sich der 46-Jährige deshalb vor dem Landgericht Bückeburg verantworten. Für seine Aussage wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Sein Verteidiger hatte jedoch schon vor Beginn des Prozesses erklärt, dass sein Mandant die Vorwürfe bestreitet.

Opfer melden sich erst spät

Die Staatsanwaltschaft geht von vier Opfern aus, die zum Zeitpunkt des Missbrauchs 12 von 14 Jahre alt waren. Zwischen Mai 1999 und November 2009 soll der Mann sie missbraucht haben - in dem Heim, aber auch bei Ferienfreizeiten und in seinem Auto. Konkret angeklagt hat die Staatsanwaltschaft in dem Verfahren 15 Fälle. Die Vorwürfe seien erst spät ans Licht gekommen, da sich die mutmaßlichen Opfer zunächst nicht gemeldet hatten, sagte ein Gerichtssprecher NDR.de. Dann hatte sich ein möglicher Betroffener an die Behörden gewandt. Obwohl sein Fall bereits verjährt war, nahm die Polizei Ermittlungen auf. Durch beharrliche Arbeit seitens der Ermittler seien die Anschuldigungen dann weiter geprüft und konkretisiert worden, so der Gerichtssprecher.

24 Zeugen sollen aussagen

Die Fälle sollen sich in einer Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit besonderem sozialpädagogischem Betreuungsbedarf abgespielt haben. Für den Prozess sind zunächst bis Ende April elf Verhandlungstage terminiert und 24 Zeugen geladen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 14.02.2018 | 17:00 Uhr

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