Stand: 28.03.2019 20:54 Uhr

Dünge-Politik: Opposition kritisiert Otte-Kinast

Die EU will die Düngemengen deutscher Bauern drastisch reduzieren. Niedersachsens Landwirte befürchten erhebliche Ernteeinbußen.

Der Niedersächsische Landtag hat am Donnerstag in einer Fragestunde über die Kleine Anfrage der FDP zu schärfen Regeln für das Düngen der Felder diskutiert. Bauern befürchten, dass sie, sollten die Düngemengen reduziert werden müssen, nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) teilt die Sorgen der Landwirte, musste in der Debatte allerdings einräumen, dass sie nicht viel tun könne. Sie sei vor kurzem in Brüssel gewesen und habe eigene Vorschläge präsentiert. Die EU-Kommission habe sie darauf hingewiesen, dass nur die Bundesregierung Vorschläge machen könne. Dass die Regeln überhaupt verschärft werden müssen, habe sie überrascht, so Otte-Kinast.

Die Rückansicht eines Traktors der auf dem Feld Dünger verteilt.

Dünge-Politik: Otte-Kinast in der Kritik

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Niedersachsens Bauern befürchten, sollten die Düngemengen reduziert werden müssen, nicht mehr wirtschaftlich arbeiten zu können. FDP und Grüne werfen Ministerin Otte-Kinast Untätigkeit vor.

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FDP und Grüne werfen Otte-Kinast Untätigkeit vor

Die FDP kritisierte, dass die von der EU geforderten schärferen Regeln alle Landwirte träfen, auch die, die bisher ordentlich gedüngt hätten. Die würden sich das nicht einfach gefallen lassen. Die Grünen sehen hier eine Mitschuld der Ministerin. Otte-Kinast habe es nicht geschafft, besonders mit Nitrat belastete Gebiete auszuweisen. Niemand könne unterscheiden, wo strengere Regeln aufgestellt werden müssten und wo nicht. Deutschland war im vergangenen Jahr vom europäischen Gerichtshof verurteilt worden, weil die Nitrat-Grenzwerte im Grundwasser nach wie vor vielerorts überschritten werden. Wenn Deutschland bis Sonntag keine geeigneten Vorschläge machen drohen Strafen von bis zu 860.000 Euro am Tag.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.03.2019 | 14:00 Uhr

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