Stand: 02.01.2018 15:04 Uhr

"Dschungelcamp-Lehrerin" unterrichtet wieder

Die Lehrerin aus Soltau im Heidekreis, die sich Anfang 2016 krankgemeldet und ihre Tochter ins RTL-Dschungelcamp begleitet hatte, soll nach den Weihnachtsferien wieder unterrichten. Das hat die Landesschulbehörde in Lüneburg am Dienstag mitgeteilt. Die Frau soll ab Montag an einer Schule im Heidekreis am Lehrerpult stehen. Wo genau sie unterrichtet, wollte eine Sprecherin der Behörde allerdings nicht sagen - zum Schutz der Schule, wie es heißt. Die juristische Aufarbeitung geht unterdessen weiter: Zum einen steht eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg über eine Suspendierung der Lehrerin an. Zum anderen beginnt im Februar ein Berufungsverfahren um eine Geldstrafe, die gegen die Frau verhängt worden war.

Suspendierung ausgesetzt

Unmittelbar nach ihrem Australien-Trip hatte die Landesschulbehörde die Lehrerin mit einem "Verbot der Führung der Dienstgeschäfte" belegt. Einige Monate später unterrichtete die Frau wieder, und zwar an der Oberschule Walsrode, bevor die Behörde sie Anfang 2017 erneut suspendierte und die Hälfte ihrer Dienstbezüge einbehielt. Die Lehrerin wehrte sich - mit Erfolg: Ende Dezember erklärte das Verwaltungsgericht Lüneburg die Maßnahmen für unzulässig, die Suspendierung wurde ausgesetzt. Die Pädagogin erhält wieder ihre vollen Bezüge. Die Behörde hat Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt, nun muss das Oberverwaltungsgericht entscheiden.

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Soltauer Lehrerin erneut vor Gericht

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Ab Februar Berufungsverfahren am Landgericht

Der Bund der Steuerzahler begrüßte, dass die Frau wieder arbeiten soll - schließlich werde sie auch voll bezahlt. Kein Verständnis zeigt der Verein hingegen dafür, dass sich das Verfahren um die Dschungelcamp-Lehrerin so lange hinzieht. Vom 22. Februar an verhandelt das Landgericht Lüneburg die Australien-Reise der Pädagogin in zweiter Instanz: Das Amtsgericht Soltau hatte die Frau im März 2017 zu einer Geldstrafe von knapp 10.000 Euro verurteilt. Die Verteidigung legte Berufung ein. Der Rechtsanwalt betonte, seine Mandantin sei tatsächlich erkrankt gewesen. Die Staatsanwaltschaft Lüneburg wirft der Frau den "Gebrauch eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses" vor. Sie geht davon aus, dass die 48-Jährige das Attest durch falsche Angaben bekommen hat. Zuvor hatte die Lehrerin vergeblich einen Antrag auf Urlaub eingereicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 02.01.2018 | 17:00 Uhr

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