Stand: 13.04.2018 13:18 Uhr

Drei Tote in Hille: Gab es einen Mittäter?

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Die Polizei hat immer wieder das Gehöft in Hille durchsucht.

Der mutmaßliche Dreifachmörder von Hille (Nordrhein-Westfalen) hat offenbar nicht allein gehandelt. Er soll in einem Fall Hilfe von einem 24 Jahre alten Mann bekommen haben, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Der neue Beschuldigte, ein Zeitsoldat aus Schleswig-Holstein, soll an der Tötung eines 64-jährigen Hilfsarbeiters beteiligt gewesen sein. Der Zeitsoldat wurde am Donnerstag an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Die Auswertung von Beweismitteln aus dem IT-Bereich habe auf seine Spur geführt, so Polizei und Staatsanwaltschaft.

Motiv in zwei Fällen: offenbar Habgier

Nach Angaben der Behörden hat der mögliche Helfer den mutmaßlichen Mörder Jörg W. in allen drei Fällen schwer belastet. Außerdem wurde im Haus des mutmaßlichen Täters ein Messer gefunden, an dem DNA des Hilfsarbeiters haftete. Die Behörden werfen dem 51-Jährigen vor, neben dem Hilfsarbeiter auch einen 30 Jahre alten Familienvater aus Stadthagen (Landkreis Schaumburg) sowie einen 71-jährigen Nachbarn umgebracht zu haben. Inzwischen ist Haftbefehl wegen dreifachen Mordes gegen den mutmaßlichen Täter erlassen. Das Motiv soll im Fall der beiden älteren Opfer Habgier gewesen sein.

Mordkommission nimmt Lebenslauf unter die Lupe

Unterdessen wurde die Mordkommission "Wilhelm", die in dem Fall ermittelt, personell aufgestockt. Nun sind 29 Beamte involviert. Sie befassen sich derzeit systematisch mit dem Lebenslauf von Jörg W. Bislang gebe es aber keine Hinweise auf weitere Opfer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.04.2018 | 14:30 Uhr

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