Stand: 30.09.2021 17:24 Uhr

Drei Monate Haft auf Bewährung für "Reichskanzler"

Der Angeklagte, ein selbsternannter ·Reichskanzler·, sitzt im Amtsgericht Hildesheim. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Der 79-Jährige will Berufung gegen das Urteil einlegen.

Ein selbst ernannter "Reichskanzler" ist vom Amtsgericht Hildesheim wegen Urkundenfälschung und Beleidigung zu einer Bewährungsstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Das teilte ein Gerichtssprecher am Donnerstag mit. Als Bewährungsauflage müsse der 79-Jährige 500 Euro zahlen. Der Mann hatte laut Anklage Ausweise, Führerscheine und eine Staatsangehörigkeits-Urkunde gefälscht. Darin bezeichnet er sich als "Reichskanzler". Er ist mehrfach vorbestraft - erhielt allerdings bisher nur Geldstrafen. Mit dem Urteil ist das Amtsgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert. Laut eines psychiatrischen Gutachtens liege bei dem Angeklagten eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vor. Er stelle keine erhebliche Gefährdung für die Allgemeinheit dar, erläuterte ein Sachverständiger. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der 79-Jährige kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.

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