Stand: 13.02.2020 08:00 Uhr

Deutlich mehr judenfeindliche Straftaten im Land

Eine Frau trägt auf einer Kundgebung eines Bündnisses gegen Antisemitismus eine Kippa. © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau
Die Straftaten mit antisemitischem Hintergrund haben in Niedersachsen deutlich zugenommen. (Archiv)

In Niedersachsen ist es im vergangenen Jahr zu deutlich mehr judenfeindlichen Straftaten gekommen als in den Vorjahren. Insgesamt wurden 172 Ermittlungen gezählt - in den drei Jahren zuvor waren es jeweils 119 bis 127 Fälle. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP hervor. Die Staatsanwaltschaften leiteten demnach 203 Verfahren zu Fällen mit antisemitischen Motiven ein. Die automatisierte Erfassung dieses Motivs gibt es allerdings erst seit Juli 2018: Im zweiten Halbjahr zählten die Ermittler 64 entsprechende Verfahren. Seit etwa drei Monaten hat Niedersachsen einen Antisemitismus-Beauftragten. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Michael Fürst, sagte im November, er glaube, dass antisemitische Straftaten früher häufig nicht als solche eingeordnet worden seien.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 13.02.2020 | 08:00 Uhr

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