Druide Michael vom Berch setzt Elixiere an. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Corona-müde? Druide empfiehlt Kräuter aus dem Wald

Stand: 12.03.2021 14:24 Uhr

Wer den Gallier Asterix kennt, weiß auch um den Zaubertrank des Druiden Miraculix. Nun, gut 2.000 Jahre später, durchstreift ein Druide die Wälder des nördlichen Germaniens.

Michel vom Berch, so der Name dieses neuzeitlichen Druiden aus dem Städtchen Bodenwerder, bietet ein Rezept für einen speziellen Sud gegen die ermüdende Pein der Corona-Seuche feil. Wie sein gallisches Pendant Miraculix findet der 65-Jährige die Zutaten für seinen Zaubertrank im Wald. "Die ersten Kräuter, die jetzt kommen, sind wunderbar geeignet", sagt Michel vom Berch. So könne man mit gut gewaschenem Bärlauch und Giersch ein herrliches Pesto mixen. Aus Fichten- und Tannenspitzen lasse sich außerdem leckeres Gelee kochen.

Zeremonien nach keltischer Tradition

Druide Michael vom Berch läuft durch den Wald. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Jeden Tag im Wald: Druide vom Berch guckt nach gesunden Kräutern.

"Die Wirkstoffe aus den jungen Pflanzen tun gut - wie eine Frühjahrskur", sagt der Mann mit dem langen weißen Bart, der nach eigener Auskunft jeden Tag im Wald unterwegs ist. Druide sei für ihn keine Rolle, sondern eine Berufung. Der frühere Polizist und Unternehmer bietet auch Zeremonien nach keltischer Tradition an, sie müssen wie seine Kräuterwanderungen derzeit allerdings Corona-bedingt ausfallen.

Lieber solo unterwegs

Das Neo-Druidentum ist vor allem in Großbritannien stark verbreitet und dort seit 2010 sogar als Religion anerkannt. In Deutschland gibt es ähnliche Vereinigungen. Vom Berch ist aber in keinem Zusammenschluss aktiv. Vereinsmeierei liege ihm nicht, meint der Pflanzen-Experte - in diesem Fall unterscheidet er sich dann doch von seinem gallischen Vorfahren. Miraculix hat - wie Asterix-Kenner wissen - regelmäßig an Druiden-Jahrestreffen im Karnutenwald teilgenommen.

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NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 12.03.2021 | 14:30 Uhr

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