Stand: 02.03.2020 15:02 Uhr  - Hallo Niedersachsen

Corona bremst Klassenfahrten aus

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In Niedersachsen gibt es erst eine bestätigte Coronavirus-Infektion. Auswirkungen hat die Epidemie aber auf geplante Fahrten von Schulklassen.

In Barsinghausen in der Region Hannover gibt es einen neuen Coronavirus-Verdachtsfall. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ) berichtet hat sich ein Skilehrer möglicherweise bei einer Freizeit in Österreich mit dem Virus infiziert. Mitgereiste Schüler und Lehrer der Lisa-Tetzner-Schule sollten vorerst zu Hause bleiben, schreibt das Blatt.

Schüler und Lehrer sollen vorsichtshalber zu Hause bleiben

Auch im Landkreis Goslar hat man elf Schülern und zwei Lehrern der Pestalozzi-Schule nach einer Südtirol-Klassenfahrt wegen einer möglichen Infizierung mit dem Coronavirus empfohlen, bis Mitte März zu Hause zu bleiben. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Das sei eine reine Vorsichtsmaßnahme angesichts des Virus. Das Vorgehen sei mit der Schulleitung abgestimmt, teilte der Landkreis Goslar mit. Südtirol zähle bisher nicht zu den Risikogebieten, ein Infektionsrisiko könne jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.

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Klassenfahrt nach Italien verschoben

Auch auf geplante Klassenfahrten niedersächsischer Schulen nimmt die Coronavirus-Epidemie Einfluss. Ein Papenburger Gymnasium hat eine für März geplante Reise mit 1.000 Teilnehmern nach Rom verschoben. Noch nicht entschieden hat sich das Artland Gymnasium in Quakenbrück, ob Schüler nach Italien fahren. Die Landesschulbehörde empfiehlt, die Reisehinweise des Auswärtigen Amtes im Auge zu behalten: Die Schulen seien klug beraten, ihre Reisepläne den aktuellen Geschehnissen anzupassen und zu prüfen, ob der Reiseveranstalter nicht alternative Termine in andere Regionen anbieten kann, so eine Sprecherin. Das Auswärtige Amt hat derzeit aber noch keine Reisewarnung für Italien herausgegeben. Ähnlich sieht es Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD).

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Gedenkveranstaltung auf der Kippe

Unterdessen steht in Emlichheim (Landkreis Grafschaft Bentheim) eine geplante Veranstaltung zum 75. Jahrestag des Kriegsendes auf der Kippe. Grund ist der erste Coronavirus-Fall in der niederländischen Nachbargemeinde Coevorden. Laut Emlichheims Samtgemeinde-Bürgermeisterin Daniela Kösters (parteilos) ist das abhängig davon, ob in Coevorden weitere Coronavirus-Fälle auftreten.

Weitere Coronavirus-Verdachtsfälle bestätigen sich nicht

Unterdessen haben sich nach dem ersten Coronavirus-Fall in Niedersachsen weitere Verdachtsfälle unter anderem im Heidekreis nicht bestätigt. Am Sonntag hatten die zuständigen Behörden in Hannover darüber informiert, dass sich ein 68 Jahre alter Mann aus Uetze (Region Hannover) mutmaßlich auf einer Reise in Norditalien angesteckt habe. Deswegen werden nun auch 34 Busreisende aus Sachsen getestet. Das teilte das Landratsamt des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Montag mit. Die Mitreisenden saßen auf der Rückreise von Südtirol zusammen mit dem 68-jährigen Infizierten im Bus.

Lufthansa streicht Flüge

Auswirkungen haben die steigenden Infektionszahlen in Norddeutschland auch auf den Flugverkehr. Die Lufthansa und ihre Tochterunternehmen fahren ihr Angebot auf den Strecken nach Italien und Asien wegen der Coronavirus-Epidemie teils deutlich zurück. Zudem sollen die Frequenzen auf innerdeutschen Verbindungen von Frankfurt nach Berlin, München, Hamburg und Paderborn sowie von München nach Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, Bremen und Hannover verringert werden, teilte der Dax-Konzern am Montag in Frankfurt mit.

Hannover Messe: Keine Absage, keine Verschiebung geplant

Während unter anderem die Internationale Tourismus Börse (ITB) in Berlin wegen der Ansteckungsgefahr inzwischen abgesagt wurde, ist ähnliches für die Hannover Messe bisher nicht geplant. Die Industrieschau soll nach Angaben der Veranstalter vom 20. bis 24. April wie geplant stattfinden.

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 01.03.2020 | 19:30 Uhr

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