Zwei symbolische Darstellungen des Coronavirus in unterschiedlichen Farben. © imago images/Alexander Limbach Foto: Alexander Limbach

Corona-Mutation: Kontakte leben in der Region Hannover

Stand: 26.01.2021 10:20 Uhr

Nachdem bei einer Frau aus der Region Hannover die sogenannte britische Coronavirus-Mutation B1.1.7 nachgewiesen wurde, sind 90 Menschen in Quarantäne. Die dauert mindestens 14 Tage.

Alle Betroffenen leben in der Region, wie Regionssprecherin Christina Kreutz am Dienstag NDR.de sagte. Zunächst hatte das Gesundheitsamt 120 Personen in häusliche Isolation geschickt. Am Freitag habe sich dann aber herausgestellt, dass die Infektionen in einer Kita nicht im Zusammenhang mit der Infektion der Frau stehen. Nun sind noch zwei Kindertagesstätten und eine Grundschule von der Maßnahme betroffen. Die Kontakte dorthin kommen Kreutz zufolge durch das Arbeitsverhältnis der Frau sowie durch Kinder aus ihrer Familie zustande.

Bislang wenige weitere Infektionen nachgewiesen

Die bisherigen Tests hätten mehrere weitere Corona-Infektionen ergeben. Allerdings lasse sich nicht zuverlässig sagen, wo sich diese Personen angesteckt haben und ob es sich dabei um die mutierte Variante handelt, sagte die Regionssprecherin. Die meisten Nachtests seien bislang negativ gewesen. Bei einigen Menschen sei die 14-tägige Quarantäne verlängert worden, weil diese teils nicht zum Test gegangen seien und infolge kein negatives Testergebnis vorgelegt hätten.

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Zweite Infektion bei Frau Hinweis auf Mutation

Der Fall der Frau war aufgefallen, weil sie sich innerhalb von sechs Wochen zum zweiten Mal infiziert hatte. Zum ersten Mal fiel ein Test am 27. November positiv aus, der zweite dann am 11. Januar. Da eine Reinfektion für eine Ansteckung mit einer Mutation spricht, hat das Gesundheitsamt eigenen Angaben zufolge strengere Maßnahmen wie die um vier Tage verlängerte Quarantäne angeordnet. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme, da wir nicht einschätzen können, ob bei dieser Mutation die Infektionsgefahr auch bei einer geringen Viruslast noch gegeben ist", sagte Gesundheitsdezernentin Cora Hermenau.

Infektionsquelle weiter offen

Wo sich die Betroffene angesteckt hat, ist noch unklar: Ein Kontakt nach Großbritannien sei nicht bekannt, hieß es von der Region Hannover. Die Infektionskette sei nach Erkenntnissen des Gesundheitsamtes inzwischen aber nahezu gestoppt. Darauf deutet offenbar die hohe Zahl negativer Testergebnisse hin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.01.2021 | 08:30 Uhr

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