Stand: 02.06.2020 19:30 Uhr

Corona-Hilfe: Weil plädiert für 600 Euro pro Kind

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) spricht im Landtag. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Ministerpräsident Weil will Eltern für ihre Belastung in der Corona-Krise doppelt so viel Geld für jedes Kind zahlen wie vorgesehen. (Archivbild)

Mit Blick auf das Corona-Konjunkturpaket des Bundes hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine doppelt so hohe Einmalzahlung pro Kind ausgesprochen. Der Betrag solle auf 600 Euro erhöht werden, sagte Weil der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Geplant waren bislang 300 Euro pro Kind. Damit würde man eine Bevölkerungsgruppe würdigen, die in den vergangenen Monaten besonders gelitten habe. Bereits zuvor hatte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ebenfalls 600 Euro pro Kind ins Gespräch gebracht.

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Weil will auch Mindestlohn anheben

Weil plädierte ferner dafür, den Mindestlohn überproportional zur allgemeinen Lohnentwicklung anzuheben. "Der heutige Mindestlohn reicht auch nach einem langen und harten Arbeitsleben nicht für eine auskömmliche Rente, sondern schickt Menschen mehr oder weniger direkt in die Grundsicherung."

Auto-Kaufprämie "nicht für Hersteller"?

Der Ministerpräsident verteidigte zudem seine Forderung nach Kaufprämien für Autos, um die Konjunktur in der Corona-Krise zu stützen. Das Geld solle "nicht den Herstellern zugutekommen, sondern den Käuferinnen und Käufern", erläuterte er. "Mir geht es insbesondere um einen Nutzen für die vielen Zulieferer oder beispielsweise die Stahlindustrie und die chemische Industrie."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 02.06.2020 | 17:00 Uhr

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