Stand: 20.11.2019 15:00 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Conti: Zwei Schließungen - 5.000 Stellen gestrichen

Continental streicht über 5.000 Stellen, davon etwa 3.200 in Deutschland. Der Aufsichtsrat des Unternehmens habe den unlängst für mehrere Standorte angekündigten "Anpassungen" zugestimmt, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch in Hannover mit. Demnach werden die Werke in Roding (Bayern) und Newport News (USA) geschlossen. In Babenhausen (Hessen) und in Limbach-Oberfrohna (Sachsen) fallen ebenso Stellen weg wie in Pisa (Italien). Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stimmten nach Angaben der IG Metall den Plänen nicht zu.

Knapp 900 Mitarbeiter protestieren

Im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung kam es zu massiven Demonstrationen von Conti-Mitarbeitern vor der Unternehmenszentrale in Hannover. Die Beschäftigten waren am Mittwochvormittag aus ganz Deutschland angereist - die Polizei zählte rund 870 Teilnehmer, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Bis 2029 bis zu 20.000 Stellen weniger?

Conti plant angesichts des Umbruchs der Autobranche, sich künftig vermehrt auf Elektronik und autonomes Fahren zu konzentrieren. Das Unternehmen hatte Ende September einen Umbau angekündigt, von dem binnen zehn Jahren insgesamt bis zu 20.000 Stellen betroffen sein werden. Etwa 7.000 Arbeitsplätze in Deutschland stehen auf der Kippe. Auch betriebsbedingte Kündigungen schließt Conti nicht aus.

Weitere Informationen

Continental schreibt rote Zahlen

Rote Zahlen bei Autozulieferer Continental: In diesem Jahr muss der Konzern 2,5 Milliarden Euro abschreiben. Zudem will Conti seine Antriebssparte als Ganzes abspalten. (22.10.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 20.11.2019 | 13:30 Uhr

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