Petra Elsner (Chemisch technische Assistentin) und Christian Vidal, (Dezernatsleiter Chemie) stehen vor einem mobilen Labor des LKA Niedersachsen. © dpa Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Bundesweit einzigartig: Das mobile Kriminallabor des LKA

Stand: 30.09.2020 15:02 Uhr

Das mobile Labor des Landeskriminalamts ist seit zweieinhalb Jahren im Einsatz - und bundesweit weiterhin einmalig. Die Experten können damit radioaktive, biologische und chemische Stoffe messen.

Petra Elsner (Chemisch technische Assistentin, LKA Niedersachsen) zeigt die Auswertung von biologischen Gefahrstoffen mit einem PCR-Gerät. © dpa Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Wenn Polizisten nicht wissen, mit was für einem Stoff am Tatort sie es zu tun haben, kommt das mobile Labor zum Einsatz.

Im Ernstfall könne das Labor des Landeskriminalamts (LKA) auch in benachbarten Bundesländern eingesetzt werden, sagte Christian Vidal, Dezernatsleiter Chemie beim LKA Niedersachsen. So habe man bereits in Bremen Amtshilfe geleistet. "Auch europaweit ist mir keine Polizei bekannt, die das auf diesem Ausstattungsniveau hätte", sagte Vidal.

Sofortanalyse von Betäubungsmitteln

Seit Mai 2017 sind die LKA-Experten mit ihrem Labor auf Rädern unterwegs. Innerhalb einer guten Stunde könnten sie an jedem Punkt des Landes sein, so Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). Es gehe um Fachberatung im Fall chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren oder um die Sofortanalyse etwa von Betäubungsmitteln direkt an Tatorten. Die Experten könnten damit zum Beispiel auch Drohbriefe mit verdächtigem Inhalt untersuchen.

Pistorius: Investment hat sich gelohnt

Ganz billig ist das alles allerdings nicht: Etwa 600.000 Euro kostet das Labor, 450.000 Euro davon entfallen allein auf die Messtechnik. "Dieses Investment hat sich ausgezahlt. In ganz Deutschland gibt es bis heute keine vergleichbare mobile Einrichtung", so Pistorius weiter.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.09.2020 | 12:00 Uhr

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