Stand: 16.10.2019 19:16 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Bistum Hildesheim: Angebot für Missbrauchsopfer

Das katholische Bistum Hildesheim sucht weiterhin nach Betroffenen und Zeugen sexuellen Missbrauchs. Das Angebot anonymer Gespräche richtet sich an Betroffene, aber auch aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie Gemeindemitglieder, die von Missbrauchsfällen wissen. Den nächsten Termin bietet die Obfrau, die ehemalige niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, am 23. Oktober im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen an.

Bischof Wilmer: jegliche Schweigegebote aufgehoben

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer betonte in diesem Zusammenhang, dass mögliche einst ausgesprochene Schweigegebote aufgehoben sind. Im April hatte das Bistum eine Studie zur Aufklärung sexualisierter Übergriffe im kirchlichen Kontext gestartet. Den Anstoß hatten Missbrauchsvorwürfe gegen den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen gegeben. Die Aufarbeitung soll laut Bistum aber weit über die in den Jahren 2015 und 2018 dokumentierten Missbrauchsvorwürfe hinausgehen und den Zeitraum von 1957 bis 1982 - die Amtszeit von Janssen als Bischof - umfassen, so ein Bistumssprecher.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 17.10.2019 | 06:30 Uhr

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