Ein Lkw entlädt Zuckerrüben. © picture alliance/dpa Foto: Peter Steffen

Bennigser fürchten zur Rübenernte um ihre Nachtruhe

Stand: 16.09.2021 14:17 Uhr

In Niedersachsen läuft die sogenannte Rübenkampagne. In Springe regt sich deshalb erneut Protest gegen die Lastwagen, die die Ernte an das Nordzucker-Werk Nordstemmen (Landkreis Hildesheim) liefern.

Den Bewohnern des Springer Ortsteils Bennigsen geht es besonders darum, dass die Nächte ruhiger verlaufen. Ein Bennigser fordert deshalb ein Limit von 30 Kilometern pro Stunde - und Tempo-Anzeigen an den Ortseingängen für die Lkw-Fahrer. Er hoffe, dass die Lkw-Fahrer dadurch sensibilisiert werden. Teilweise würden sie mit 70 Kilometern pro Stunde in den Ort fahren. Hinzu komme, dass die Straße nicht mehr im besten Zustand sei und es laut scheppere, wenn leere Anhänger darüber rollten. In einem Brillenladen seien dadurch bereits Brillen vom Ständer gefallen.

Zu wenig Lärm für 30er-Zone, Tempo-Anzeige wird umgehängt

Springes Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) kennt nach eigener Aussage das Problem. Es sei allerdings nicht möglich, Tempo-30-Zonen ohne Begründung einzurichten. Lärmbelästigung sei zwar ein Grund. Die Lautstärke der Lastwagen reiche dafür allerdings derzeit nicht aus. Eine Tempo-Anzeige gibt es in Bennigsen, Ortsbürgermeister Jörg Niemetz (CDU) will sie während der Rübenkampagne an den Ortseingang hängen. Zudem habe er von Nordzucker Plakate erhalten, auf denen die Lkw-Fahrer gebeten werden, langsamer zu fahren.

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Regional Hannover | 16.09.2021 | 15:00 Uhr

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