Stand: 04.07.2018 14:58 Uhr

Baby totgeschüttelt? Gegen Mutter wird ermittelt

Im Fall eines zu Tode geschüttelten Babys in Lindhorst (Landkreis Schaumburg) ermittelt die Bückeburger Staatsanwaltschaft erneut gegen die Mutter. Der 21 Jahre alten Frau droht eine Anklage wegen Totschlags. Den Ermittlern zufolge muss aber zunächst geklärt werden, ob die Mutter als Täterin überhaupt infrage kommt. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass die Frau oder der Vater den Säugling zu Tode geschüttelt hat.

Vater wegen mangelnder Beweise freigesprochen

Zunächst stand der 23-jährige Vater unter Verdacht, doch aus Mangel an Beweisen wurde er im Mai vom Landgericht Bückeburg freigesprochen. Der junge Mann war an dem fraglichen Tag Ende vergangenen November zwei Stunden mit dem Baby allein. Doch ob er das Baby tatsächlich zu Tode geschüttelt hat, konnte nicht nachgewiesen werden. Ein Gutachten hatte ergeben, dass die Tat auch früher passiert sein könnte. Nun steht die 21-jährige Mutter wieder im Fokus der Ermittler - gegen sie war ein Verfahren zunächst eingestellt worden.

Baby starb trotz Not-OP

Der drei Monate alte Säugling war am 27. November laut Anklage so heftig geschüttelt worden, dass er eine Hirnblutung und einen Atemstillstand erlitt. Trotz Notoperation starb er später. Neben Totschlags ermitteln die Behörden auch wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen die Mutter.

Weitere Informationen

Säugling zu Tode geschüttelt? Prozess gegen Vater

Ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Schaumburg soll sein drei Monate altes Baby zu Tode geschüttelt haben. Ab Mitte Mai muss er sich dafür vor Gericht verantworten. (26.04.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 04.07.2018 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

04:26
Hallo Niedersachsen
01:30
Hallo Niedersachsen
03:30
Hallo Niedersachsen