Stand: 06.12.2019 12:00 Uhr

Afrikanische Schweinepest: Hunde sollen helfen

Der Suchhund "Otto" spürt einen Wildschweinkadaver auf, der in einem Laubwald liegt. © dpa - Bildfunk Foto: Oliver Dietze
Speziell ausgebildete Suchhunde können Wildschwein-Kadaver aufspüren.

Um bei einem möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest gewappnet zu sein, plant Niedersachsen die Ausbildung von Wildschweinkadaver-Suchhunden. Es gebe erste Gespräche mit Vertretern unterschiedlicher Verbände, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums in Hannover. "Vorgesehen ist, aufbauend auf den Erfahrungen zur Ausbildung und Prüfung im Saarland, ebenfalls in eine Ausbildung einzusteigen."

Kadaver müssen schnell entsorgt werden

Im Saarland gibt es seit Kurzem speziell ausgebildete Hunde. Sie können im Ernstfall verendete Wildschweine aufspüren. Kadaver müssen schnell entfernt werden, weil die Erreger der Schweinepest selbst während des Verwesungsprozesses noch lange ansteckend sind. Wann und von wem die ersten Hunde in Niedersachsen ausgebildet werden, ist noch unklar.

Massive wirtschaftliche Folgen befürchtet

In vielen Regionen Osteuropas ist die Afrikanische Schweinepest verbreitet. Mitte November wurde sie in Westpolen nachgewiesen. Angesichts der Gefahr der Einschleppung rief der Deutsche Jagdverband (DJV) zu höchster Wachsamkeit auf. "Es ist extrem wichtig, dass Landwirte, Forstwirte, Jäger und Spaziergänger verdächtige Kadaver sowie Tiere mit Blut an Haut oder Schnauze sofort melden", sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald in Berlin. Der Erreger ist für Wild- und Hausschweine in der Regel tödlich, für Menschen ungefährlich. Ein Ausbruch in Deutschland hätte massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter. Allein Niedersachsen gibt es nach Angaben des Landvolks mehr als 8 Millionen Schweine.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 06.12.2019 | 10:00 Uhr

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