Stand: 22.04.2020 18:16 Uhr

Abu-Walaa-Prozess: Haft für Mitangeklagten gefordert

Vor dem Oberlandesgericht Celle steht ein bewaffneter Polizist, der den Prozess gegen Abi Walaa sichern soll. © dpa-Bildfunk Foto: Ole Spata
Gegen den geständigen Mitangeklagten im Abu-Walaa-Prozess wird in der kommenden Woche das Urteil gesprochen. (Themenbild)

Im sogenannten Abu-Walaa-Prozess hat die Anklage für einen geständigen Mitangeklagten drei Jahre und neun Monate Haft gefordert. Der 30-Jährige habe die Miliz tatkräftig unterstützt, sagte der Bundesanwalt am Mittwoch in seinem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht Celle. Der Mann hatte ein Geständnis abgelegt und den Hauptangeklagten Ahmad A., der sich Abu Walaa nennt, schwer belastet. Angesichts des Geständnisses ihres Mandanten forderten die beiden Verteidiger eine Bewährungsstrafe beziehungsweise eine Einstellung des Verfahrens. Der Angeklagte habe bereits mehr als drei Jahre in Untersuchungshaft gesessen, so die Verteidigung.

Urteil fällt am kommenden Mittwoch

Seit September 2017 müssen sich die Männer um den Hauptangeklagten Abu Walaa wegen Unterstützung und Mitgliedschaft in der Terrormiliz IS vor Gericht verantworten. Sie sollen junge Menschen insbesondere im Raum Hildesheim und im Ruhrgebiet radikalisiert und in die IS-Kampfgebiete geschickt haben. Der mitangeklagte 30-Jährige war nach seinem Geständnis aus der Untersuchungshaft entlassen, sein Verfahren vom übrigen Prozess abgetrennt worden. Vor Gericht hatte er erklärt, dass er sich während der U-Haft vom militanten Islamismus abgewendet habe. Das Urteil gegen ihn wird am kommenden Mittwoch erwartet. Der Prozess gegen Abu Walaa und die übrigen drei Mitangeklagten wird voraussichtlich noch eine Weile dauern.

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