Stand: 29.11.2017 16:23 Uhr

A400M: Kaum eine Maschine ist flugbereit

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Ein Großteil der A400M-Transportmaschinen muss zurzeit am Boden bleiben. (Archivbild)

Die technischen Probleme rund um das A400M-Transportflugzeug der Bundeswehr dauern an. Mitunter müssen sogar alle bislang ausgelieferten Maschinen am Boden bleiben. Das hat die Bundeswehr auf Anfrage von NDR 1 Niedersachsen bestätigt. Es handele sich um "Kinderkrankheiten", die bei so neuen Maschinen nun einmal auftreten könnten, sagte Oberstleutnant Jörg Langer, Sprecher der Luftwaffe in Berlin. Ganz so neu ist das Modell allerdings nicht mehr: Die erste A400M war am 19. Dezember 2014 in Wunstorf (Region Hannover) gelandet. Beim dortigen Lufttransportgeschwader 62 sind die inzwischen 14 Maschinen stationiert.

Zeitweise keine Maschine einsatzbereit

Bei Routine-Kontrollen würden immer wieder technische Probleme entdeckt - zum Beispiel ein Ölaustritt im Bereich der Triebwerke, heißt es von der Luftwaffe. Am Dienstag konnte den Angaben zufolge keine der 14 Maschinen abheben. Am Mittwoch seien zumindest drei wieder einsatzbereit gewesen, so die Sprecherin des Lufttransportgeschwaders, Oberleutnant Doris Lammers. Natürlich wünsche sie sich eine höhere Zahl flugbereiter Maschinen.

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Wieder einmal gab es bei einem Transportflugzeug vom Typ A400M Probleme. Die Maschine der Luftwaffe sollte Hilfsgüter in die Karibik fliegen, blieb jedoch auf den Azoren liegen. (14.09.2017) mehr

Das neue Militärflugzeug hatte in der Vergangenheit immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Die Maschinen wurden teurer als geplant und verspätet ausgeliefert. Erst im September dieses Jahres blieb eine A400M auf dem Weg zu einem Hilfseinsatz in die Karibik liegen. Die Maschine war in Wunstorf gestartet, um Hilfsgüter in die Region zu bringen, in der Hurrikan "Irma" verheerende Schäden angerichtet hat. Doch nachdem das Flugzeug auf den Azoren aufgetankt worden war, konnte es den Flug wegen technischer Probleme nicht fortsetzen. Ein schweres Unglück gab es vor zweieinhalb Jahren: Bei Sevilla stürzte eine Transportmaschine ab, vier Menschen kamen ums Leben.

Insgesamt hat die Bundeswehr 53 A400M bei Airbus in Auftrag gegeben. 13 sollen weiterverkauft werden. Am Ende bleiben also 40, die irgendwann in Wunstorf stationiert sein sollen. Ungefähr Mitte 2020 soll das Geschwader dort komplett sein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 29.11.2017 | 16:00 Uhr

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