Stand: 09.04.2020 20:12 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

50.800 niedersächsische Betriebe in Kurzarbeit

Die niedersächsische NBank arbeitet auf Hochtouren: Die Förderbank habe bereits mehr als 320 Millionen Euro an Finanzhilfen bewilligt, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag in Hannover. Bei der NBank seien infolge der Corona-Pandemie inzwischen rund 163.000 Anträge eingegangen, davon seien mehr als 48.000 bearbeitet. Die Zahl der Betriebe in Kurzarbeit gab Althusmann mit 50.800 an, das sei mehr als das Zehnfache im Vergleich zur Finanzkrise 2008/2009. Angesichts der Hilfsmaßnahmen sei man "im Moment im Plan", so Althusmann, der einen weiteren Nachtragshaushalt zur Stützung der Wirtschaft allerdings nicht ausschließen will.

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9. April, Donnerstag: "Die Lage bleibt ernst"

09.04.2020 14:30 Uhr

Wirtschaftsminister Althusmann (CDU) bezeichnet die wirtschaftliche Lage des Landes als "unvermindert ernst". Claudia Schröder stellt eine überarbeitete Verordnung für Reiserückkehrer vor. Video (68:59 min)

Quarantäne für Rückkehrer aus dem Ausland

Die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs, Claudia Schröder, stellte am Donnerstag eine neue Verordnung des Landes vor. Danach müssen sich Rückkehrer aus dem Ausland ausnahmslos in eine 14-tägige Quarantäne begeben und dies dem örtlichen Gesundheitsamt anzeigen. Ausnahmen seien Erntehelfer, hochspezialisierte Fachkräfte und Personen, die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten hätten.

Versicherer gehen auf Gastronomie zu

Kleiner Trost für viele Hoteliers und Gastronomen: Eine Reihe privater Versicherungsunternehmen in Niedersachsen sowie die öffentlichen Versicherer VGH und Concordia werden Betrieben, die Betriebsschließungsversicherungen abgeschlossen haben, freiwillig für bis zu 30 Tage 15 Prozent der jeweils vereinbarten Tagessätze auszahlen. "Ein gutes Signal der Versicherungsunternehmen", nannte Althusmann die Übereinkunft. "Damit ist sichergestellt, dass diese Betriebe zumindest einen Teil ihrer Leistungen erhalten", so der Minister. Viele Unternehmen hatten es in der Vergangenheit abgelehnt, entsprechende Versicherungen auf die Corona-Krise anzuwenden.

Bußgeldkatalog vorgestellt

Am Mittwoch hatte das Land einen Bußgeldkatalog vorgestellt, der auflistet, welche Verstöße gegen die derzeit geltenden Corona-Reglementierungen wie geahndet werden. Die Bußgelder reichen von 150 Euro bei Verstößen gegen den Mindestabstand und bis zu 10.000 Euro bei schweren Verstößen. Am Donnerstagabend hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in einer Fernsehansprache zu Ostern an die Niedersachsen wenden.

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10.04.2020 01:00 Uhr
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Für Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert ist die Zeit nach der Corona-Krise eine Chance umzusteuern. Die Wirtschaft braucht Hilfe, aber die sollten wir mit Auflagen für Klimaschutz verbinden. Video (16:30 min)

Weil zu Corona-Regeln: Sorge vor zu früher Lockerung

09.04.2020 10:00 Uhr

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Bußgeldkatalog regelt Corona-Verstöße einheitlich

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 09.04.2020 | 15:00 Uhr

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