Stand: 18.07.2019 17:21 Uhr

20. Juli: Weil fordert Widerstand gegen rechts

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat anlässlich des 75. Jahrestags des Hitler-Attentats die Menschen zum Widerstand gegen den Rechtsextremismus aufgerufen.

Zum 75. Jahrestag des gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die Bürger zum Widerstand gegen den Rechtsextremismus aufgerufen. Die Gefahr, die von rechtem Terror ausgehe, sei nicht gebannt, sagte Weil am Donnerstag in Hannover. Das zeige nicht zuletzt der gewaltsame Tod des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU).

Weil: "Dem Rechtsextremismus entgegenstellen"

Nicht nur der Staat mit dem Mittel der Strafverfolgung sei in der Pflicht, so Weil. Auch die Zivilgesellschaft sei gefragt. "Jede und jeder von uns sollte sich jeglicher Form von Rechtsextremismus konsequent entgegenstellen und unsere Demokratie verteidigen, dazu verpflichtet uns das Grundgesetz", sagte der SPD-Politiker.

Kreuz Skulptur aus Metall

Erinnerung an den Widerstand des 20.Juli

Im Dritten Reich gab es auch Widerstandsbewegungen gegen Hitler. Der "20. Juli" ist eine von ihnen.

Ministerpräsident würdigt Widerstandskämpfer

Auch wenn das Attentat der Offiziere um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf den Diktator vor 75 Jahren gescheitert sei, zähle doch ihr Widerstand gegen das menschenverachtende Unrecht der Nationalsozialisten, sagte der Ministerpräsident: "Daran sollten wir uns bewusst erinnern." Es müsse jedem klar sein, dass für Herabwürdigung, Hass und Gewalt kein Platz in Niedersachsen sei. "Hier bei uns sollen alle friedlich im gegenseitigen Respekt zusammen leben können, deshalb gilt es wachsam zu sein, Zivilcourage und demokratisches Engagement zu zeigen."

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Regime rächte sich nach Attentat

Der Bombenanschlag auf Hitler am 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" in Ostpreußen sollte der Auftakt zum Staatsstreich gegen den NS-Staat sein. Weil Hitler das Attentat überlebte, scheiterte das Unternehmen "Walküre". Mehr als 200 Widerständler wurden nach dem fehlgeschlagenen Attentat vom Regime hingerichtet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 18.07.2019 | 17:00 Uhr

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