Stand: 28.01.2020 15:19 Uhr

Zu wenig Wasser: Lage in Talsperren angespannt

Der große Oderteich liegt in Mitten von Wäldern in der Sonne. © Harzwasserwerke GmbH
Die Talsperren sind unterdurchschnittlich gefüllt. In diesem Winter fehlen Regen und Schnee, um die Sommer-Trockenheit auszugleichen. (Archivbild)

Die Trinkwasserversorgung ist gesichert - das ist die gute Nachricht, die die Harzwasserwerke am Dienstag zu vermelden hatten. Dennoch warnt der Wasserversorger: Es sei zu trocken, die Lage an den Talsperren insgesamt angespannt. "Wenn man es mit einer Ampel vergleicht, stehen wir bei Gelb", sagte der Technische Geschäftsführer Christoph Donner.

Zu wenig Regen und schon gar kein Schnee

Derzeit sind die sechs Talsperren der Harzwasserwerke den Angaben zufolge durchschnittlich zu 55 Prozent gefüllt - das sei deutlich weniger als der langjährige Durchschnitt von 72 Prozent. November und Dezember hätten zu wenig Niederschlag gebracht und auch das Wetter im Januar habe wenig zur Füllung beigetragen. "Anders als im Vorjahr, als zum gleichen Zeitpunkt starke Regenfälle den Negativtrend deutlich stoppten, ist der Niederschlag im Einzugsgebiet der Talsperren fortlaufend zu gering", heißt es von den Harzwasserwerken. Nicht nur der Regen fehlt, auch von Schnee war im bislang recht milden Januar wenig bis nichts zu sehen. Beim Wasserversorger wird nun genau beobachtet, wohin sich die Füllstände entwickeln.

Im Notfall geht das Trinkwasser vor

Viele Regentage in den kommenden Wochen oder auch ein kräftiger Starkregen könnten die erwähnte Ampel auf Grün springen lassen. Bleibt es jedoch zu trocken, würden "Maßnahmen zum Schutz der Versorgungssicherheit eingeleitet", heißt es. So könnte etwa weniger Wasser an den Unterlauf des Flusses abgegeben werden. Diese Niedrigwasseraufhöhung schützt den Fluss und sein Ökosystem vor Austrocknung. Außerdem nutzen Klär- und Industrieanlagen dieses Wasser, unter anderem zur Kühlung. Eine weitere Möglichkeit wäre dem Versorger zufolge die Steuerung der Talsperren im Verbundsystem. "Durch Stollen und Gräben kann Wasser umverteilt werden, um so einzelne Talsperren zu entlasten oder zu unterstützen", teilten die Harzwasserwerke mit. "Ähnliche Maßnahmen wurden bereits im Dürre-Jahr 2018 getroffen."

Weitere Informationen
Ein frostbedeckter Picknicktisch steht an einem See. © NDR Foto: Jutta Fricke

Wettervorhersage für Niedersachsen

Wie wird das Wetter in Niedersachsen heute, morgen und in den kommenden Tagen? Die Aussichten. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 28.01.2020 | 14:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Dunkle Wolken ziehen über die Fahnen auf dem Gelände des MAN-Konzerns in Salzgitter. © picture alliance/dpa | Peter Steffen Foto: Peter Steffen

Job-Abbau bei MAN - Aufatmen am Standort Salzgitter

200 Jobs sollen wegfallen - und zwar ohne betriebsbedingte Kündigungen. Der Abbau von 1.400 Stellen ist damit vom Tisch. mehr

Eine Luftaufnahme zeigt den Sartoriusneubau in Göttingen.

Göttingen: Sartorius steigert Umsatz und Gewinn

Der Pharma- und Laborzulieferer profitierte unter anderem von der Corona-Pandemie. Außerdem gab es mehrere Übernahmen. mehr

Agnieszka Opiela vom Gesundheitsamt Peine.
3 Min

Corona-Software SORMAS erspart Gesundheitsämtern Arbeit

Entwickelt wurde sie vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Doch nur 140 von 400 Gesundheitsämtern machen mit. 3 Min

Die Braunschweiger Profis bejubeln einen Treffer von Marcel Bär (2.v.r.). © imago images / Joachim Sielski

1:0 gegen Heidenheim - Braunschweig schöpft wieder Mut

Nach zuvor acht Pflichtspielen ohne Sieg hat Eintracht Braunschweig gegen Heidenheim den erlösenden Dreier eingefahren. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen