Stand: 07.03.2020 16:02 Uhr  - NDR Info

Würgassen: Neues Zwischenlager geplant

Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Würgassen (NRW) an der Weser, nahe der Grenze zu Niedersachsen, soll ein Logistikzentrum für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebaut werden. Das hat die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) angekündigt. Mehr als 450 Millionen Euro sollen in die Anlage investiert werden. In dem Logistikzentrum sollen Abfälle für den Weitertransport neu zusammengestellt und später zum Schacht Konrad nach Salzgitter gebracht werden. Der Transport soll hauptsächlich auf dem Schienenweg erfolgen. Die Planung sei mit dem Bundesumweltministerium abgesprochen, hieß es.

Anti-Atom-Initiative kritisiert Vorhaben

Der Schacht Konrad ist Deutschlands erstes atomrechtlich genehmigtes Endlager, das derzeit unter besonderen Bedingungen entsteht. Ab 2027 soll dort schwach- und mittelradioaktiver Atommüll endgelagert werden. Die Anti-Atom-Initiative "ausgestrahlt" kritisiert den Plan zum Bau des Zwischenlagers. Ein solches Projekt sei unverantwortlich, sowohl für die Menschen in Würgassen wie auch für die Anwohner an der Transportstrecke, hieß es.

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1.000 Meter tief liegt die Baustelle zum Endlager Schacht Konrad. Damit hier schwach- bis mittelstrahlender Atommüll gelagert werden kann, muss unter anderem eine Betonfabrik entstehen. Bildergalerie

In der Tiefe des Schachts Konrad

12.01.2020 06:30 Uhr

Noch bis 2027 sollen die Umbauarbeiten im Schacht Konrad dauern. Dann werden Container mit Atommüll zur Endlagerung erwartet. Wie sieht es zurzeit im ehemaligen Bergwerk aus? mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 06.03.2020 | 21:45 Uhr

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