Stand: 08.01.2020 16:03 Uhr

Wolfsburg-Fan muss nach Gewalttat ins Gefängnis

Im Gerichtssaal nimmt der Richter Platz. © NDR
Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil des Landgerichts Hildesheim. (Themenbild)

Ein 31-jähriger Fußballfan aus Giesen (Landkreis Hildesheim) muss wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, hat der Bundesgerichtshof eine Revision gegen das Urteil des Landgerichts Hildesheim verworfen, weil keine Rechtsfehler gemacht worden seien. Die Tat hatte sich am 3. Februar 2018 im Anschluss an die Bundesligapartie Wolfsburg-Stuttgart ereignet. Nach dem Ausstieg aus einem Regionalzug von Wolfsburg nach Calberlah (Landkreis Gifhorn) geriet der 31-Jährige mit einen Fan des VfB Stuttgart aneinander. Er schlug den 50-Jährigen ins Gesicht, woraufhin das Opfer zu Boden ging. Dann trat der 31-Jährige dem Mann zweimal gegen den Kopf, ein weiterer 24 Jahre alter Angeklagter trat ihm in den Bauch.

Richter: Tödliche Verletzungen in Kauf genommen

Der 50-Jährige erlitt dabei mehrere Knochenbrüche im Gesicht und musste operiert werden. Der 31-Jährige habe tödliche Verletzungen seines Opfers in Kauf genommen, urteilten die Richter. Sowohl der 31-Jährige als auch der 24-Jährige hatten die Tat gestanden und Schmerzensgeld gezahlt.

Der 31-jährige saß bisher nicht in Untersuchungshaft, er muss nun seine Freiheitsstrafe antreten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 08.01.2020 | 13:30 Uhr

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