Stand: 11.05.2020 14:50 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Wasserstand in Talsperren sorgt für Zuversicht

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Die Talsperren im Harz sind derzeit zu knapp drei Vierteln mit Wasser gefüllt. (Archivbild)

Trotz der extremen Trockenheit in den vergangenen Wochen sind die Talsperren im Harz derzeit zu 71 Prozent gefüllt. Das teilten die Harzwasserwerke am Montag mit. Mit einem Gesamtvorrat von 129 Millionen Kubikmeter Wasser sei die Trinkwasserversorgung auch im Falle eines trockenen Sommers für weitere Monate gesichert, hieß es.

Kein Grund zur Entspannung

Die Talsperren im Harz führen aktuell weniger Wasser als zum gleichen Zeitpunkt in den Dürrejahren 2018 und 2019.

Nach einem insgesamt sehr trockenen Winter hätten die ausgiebigen Regenfälle im Februar und März die Füllstrände auf ein gutes Niveau gebracht, sagte ein Sprecher. Allzu entspannt zurücklehnen können sich die Verantwortlichen aber nicht, denn in den vergangenen beiden Dürrejahren war zu diesem Zeitpunkt des Jahres etwas mehr Wasser in den Talsperren. Der mittlere Füllungsgrad aus den vergangenen 30 Jahren beträgt sogar 80 Prozent.

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Die aktuellen Talsperrendaten

Wie viel Wasser führen die Harzer Talsperren? Die jeweils aktuellen Daten stellt der Wasserversorger Harzwasserwerke im Internet zur Verfügung. extern

Aufforderung zu achtsamen Umgang mit Wasser

"Nach 2018 und 2019 könnte die Trockenheit auch in diesem Jahr wieder zur Herausforderung werden", sagte der Technische Geschäftsführer der Harzwasserwerke, Christoph Donner. "Die aktuellen Füllstände bilden zwar ein gutes Fundament, aber trotzdem bitten wir jeden Mitmenschen um einen achtsamen Umgang mit der Ressource Wasser." In den vergangenen beiden Jahren herrschte an den Talsperren wegen der Trockenheit zeitweise eine angespannte Situation.

Mehrverbrauch wegen Corona möglich

Im Sommer steigt die Trinkwasserabgabe aufgrund der höheren Temperaturen generell an und führt an den Talsperren zu sinkenden Füllständen. In diesem Jahr könnte sich dieser Mehrverbrauch durch die Coronavirus-Pandemie und eine erneute Trockenheit noch stärker ausprägen. "Wenn die Menschen aufgrund des Coronavirus im Sommer nicht in den Urlaub fliegen können, wird auch der Wasserverbrauch steigen. Darauf bereiten wir uns vor", sagte Donner. Das vernetzte Verbundsystem könne eine höhere Belastung in der Ferienzeit kompensieren. Neben der höheren Trinkwasserproduktion wird an den Talsperren im Sommer auch fortlaufend Wasser an die umliegenden Flüsse abgegeben, um diese vor Austrocknung zu schützen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 11.05.2020 | 17:00 Uhr

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