Stand: 14.02.2019 20:31 Uhr

Volkswagen will mehr Effizienz im Stammwerk

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VW will durch automatisierte Prozesse allein im Stammwerk Wolfsburg fast 186 Millionen Euro einsparen.

Der Autobauer Volkswagen will die Effizienz in seinem Stammwerk Wolfsburg im Zeitraum von 2016 bis 2020 um 25 Prozent erhöhen. Dadurch sollen bis zum kommenden Jahr fast 186 Millionen Euro eingespart werden, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Erreicht werden soll das unter anderem durch schlankere und automatisierte Prozesse und weniger Arbeitsschritte.

 

VW kündigt Reduzierung der Belegschaft an

Im gesamten Produktionsnetzwerk - mit Ausnahme von China - solle die Produktivität bis 2025 um 30 Prozent zulegen. Wie der Produktions- und Logistikchef von VW Pkw, Andreas Tostmann, erklärte, bedeutet dies Einsparungen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Das betreffe auch die Belegschaft. "Wir gehen davon aus, dass die Belegschaft reduziert wird", so Tostmann. Dies solle aber sozialverträglich geschehen, so Tostmann. Bislang liege VW bei Produktions- und Arbeitskosten im Vergleich mit Mitbewerbern im Mittelfeld, machte Tostmann deutlich. Das soll sich ändern. Vorhandene Anlagen sollten wiederverwendet werden, im Karosseriebau sollten vollautomatisierte Transportsysteme eine schnellere Materialversorgung ermöglichen.

Osterloh: "Werk besser auslasten"

Ziel müsse es sein, die Produktivität auch durch eine hohe Werksauslastung zu steigern, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Aktuell ist der Standort Wolfsburg mit seinen 63.000 Beschäftigten nicht voll ausgelastet. 2018 wurden dort rund 704.000 Autos hergestellt. In diesem Jahr solle die Marke von einer Million Autos geknackt werden. Dazu solle die Golf-Produktion aus Zwickau und dem mexikanischen Puebla nach Wolfsburg verlagert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.02.2019 | 18:00 Uhr

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