Stand: 28.01.2020 15:55 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

VW und Conti reagieren in China auf Coronavirus

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VW hat der Belegschaft in seinen chinesischen Fabriken über die Neujahrsfesttage hinaus freigegeben. (Symbolbild)

Es herrscht schlechte Stimmung in der deutschen Wirtschafts-Community in Peking. Das berichtet ARD-Korrespondent Stefan Wurzel aus Shanghai bei NDR 1 Niedersachsen. Aktuell befindet sich das Land noch in der Feiertagswoche nach dem Neujahrsfest am 25. Januar. Es sind nicht nur Behörden, Schulen und staatliche Betriebe geschlossen, auch private Unternehmen haben Urlaub. Aber: Die Unsicherheit wächst. Niemand wisse, wie sich die Coronavirus-Krise, der in dem Land inzwischen mehr als 100 Menschen zum Opfer gefallen sind, weiterentwickelt. Das macht auch niedersächsischen Unternehmen wie Volkswagen und Continental mit Standorten in Fernost zu schaffen.

Conti beschließt Dienstreiseverbot von und nach China

Reifenhersteller Continental aus Hannover hat inzwischen "ein Verbot für Dienstreisen von und nach China beschlossen", sagte Unternehmenssprecher Vincent Charles am Dienstag gegenüber NDR Niedersachsen. Ausnahmen müssten in dringenden Fällen genehmigt werden. Unternehmens-interne Sicherheits- und Gesundheitsexperten bewerteten die Lage rund um die Uhr. Laut Charles beschäftigt Continental in China rund 26.000 Mitarbeitende an 50 Standorten. In der Metropole Wuhan gebe es "ein kleines Vertriebsbüro", Mitarbeiter seien nach bisherigem Stand nicht erkrankt.

VW gibt Belegschaft in China länger frei

Volkswagen hat in seinen chinesischen Fabriken offenbar reagiert. Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, sagte ein VW-Sprecher, es herrsche keine Panikstimmung. Der Konzern habe demnach seinen Mitarbeitern über die Feiertage hinaus freigegeben. Zudem kümmere man sich um die Sicherheit der Angestellten. Sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird, stelle VW der Belegschaft Mundschutzmasken und Desinfektionsmittel zur Verfügung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.01.2020 | 12:00 Uhr

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